Jahrgang 
1889
Seite
169
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Nr. 20. Deutsche Photographen-Zeitung 1889. 169

Daneben hat Robinson(Turnbridge-Wells, England) 8 Genre- bilder in bekannter meisterhafter Ausführung ausgestellt, wovon indess einige auch schon von früher bekannt waren.

Nadar(Paris) bietet eine vorzüglich vergrösserte Ballon-Auf- nahme, ferner einige Portraits in Nadar-Format und eine Serie von ca. 30 Cabinetbildern, als Illustration eines humoristischen Dialogs, die sich durch treffliche Characteristik auszeichnen.

Die Portrait-Photographie ist nicht sehr zahlreich vertreten. Sämmtliche russischen Portraitisten arbeiten, wohl dem hiesigen Geschmack Rechnung tragend, in einer seltsam übereinstimmenden Manier. Negative kleineren Formats werden durch oft verständniss- lose Retouche so glatt wie möglich gemacht, dann auf starkrosa Albuminpapier gedruckt, emaillirt und convex geprägt. Am wei- testen geht in dieser Beziehung Bergamasco(Petersburg), in dessen Cabinetköpfen oft jede Form vollständig verloren ist. Lewitzki& Sohn stellen ein Portrait des Kaisers(Vergrösserung auf Brom- silberpapier), sowie eine kleine Collection Cabinetbilder, die sich, zwar auch emaillirt und geprägt, durch ihren grauen künstlerisch schönen Ton auszeichnen. Sehr reichhaltig ist die Collection von Passetti(Petersburg), sie enthält Original-Aufnahmen, Vergrösse- rungen auf Bromsilberpapier, colorirte Bilder und als Neuheit farbige Photographien auf Goldgrund. Letztere ähneln stark den russischen Heiligenbildern und mögen daher vielleicht beim Publicum Anklang finden. Die Herstellung scheint augenscheinlich in der Weise zu geschehen, dass eine Albumincopie(Brustbild), bei der man den Rand weggeschnitten hat, durchsichtig gemacht, von hinten und vorn colorirt und dann auf eine gelatinirte Glasplatte gequetscht wird, worauf man entweder die Gelatineschicht mit Goldbronce einstäubt oder hinter das Ganze ein Blatt stark broncirtes Papier legt.

Alle ausgestellten grösseren Arbeiten directer Aufnahme gehen nicht über das Extraformat hinaus und man findet fast nur Brust- bilder. Bei denselben sind die Fonds ausnahmslos in der bekannten van der Weydeschen Manier behandelt, durch Anreiben mit Pastell- farben, und zwar nicht glatt, sondern mehr oder minder geschickt wolkig, wobei theilweise recht hübsche Effecte erzielt sind. Bis zu welchen Geschmacksverwirrungen sich indessen diese Manier ver- steigen kann, zeigen die Arbeiten von Mentukoff(Jekaterinen- burg). Bei seinen grösseren, oft recht effectvollen, wenn auch immer von derselben Seite beleuchteten Köpfen, sind die Fonds in folgen- der, stets gleicher Weise ausgeführt. Neben der Schattenseite des schwarzretouchirten Kopfes lacht ein azurblauer(!) Himmel, der gegen den Rand des Bildes sich in Grau abtönt mit leichten Wolken, unter der Lichtseite steht drohend eine schwarze Gewitterwolke, in der oberen Ecke des Bildes ist an dieser Seite durch Ausradiren weisser Wolken etc. der Effect nachgeahmt, als wenn dort die Sonne durchbrechen will, Bei einem Damenbrustbild in Balltoilette z. B. er- scheint eine derartige Decoration mindestens unmotivirt.

Bei allen ausgestellten grösseren Arbeiten ist ausserordentlich viel Positiv-Retouche angewandt, sodass sie, obgleich directe Auf- nahmen, fast Zeichnungen gleichen. Eine wesentliche Ausnahme macht indess Denier(Petersburg), dessen reiche Collection von