Jahrgang 
1889
Seite
161
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Nr. 19. Deutsche Photographen-Zeitung 1889. 161

ohne Retouche Bilder auf andern Hervorrufungspapieren bei weitem übertrifft und dessen Haltbarkeit eine unbegrenzte ist.

Was nun die Retouche der Bilder anbetrifft, so ist, entsprechend ihrem Ton, eine Ausführung in Blei oder Kreide wohl die eftect- vollste. Zu diesem Zwecke reibt man die ganze Oberfläche des Bildes mit äusserst fein gesiebtem Bimsteinpulver ein, wie man es erhält, wenn man das durch Aneinanderreiben von zwei Bimstein- stücken entstandene Pulver in ein Beutelchen von feinem Muselin giebt und mittelst desselben auf das Bild aufstäubt. Nachdem man so die Oberfläche leicht rauh gemacht hat, lässt sich mit der Estampe, mit Blei und Kreide in ausgezeichneter Weise darauf arbeiten, wäh- rend man etwa nöthige Endungen in den Lichtern mit dem Schab- messer bewerkstelligen kann. Kornpapiere sind wohl ausschliess- lich auf diese Ausführung angewiesen.

Soll dagegen das Bild in Tuschmanier ausgeführt werden, 80 kann man die Oberfläche mit einem Aufguss von Panamarinde ab- reiben. Derselbe ist unter dem NamenDr. Stolzes Retouchiressenz im Handel zu haben, doch kann man ihn leicht selbst bereiten, in- dem man auf einen Esslöffe] voll Quillaja saponaria 1 Liter Wasser giebt und unter häufigem Schütteln ca. 2 Stunden stehen lässt. Dann filtrirt man und setzt 1 g Salicylsäure gelöst in 100 g Alkohol zu. Mit dieser Flüssigkeit befeuchtet man ein seidenes Läppchen und reibt das Bild leicht und gleichmässig damit ab. Es findet dadurch eine oberflächliche Verseifung der Gelatineschicht statt und kann man nachher gerade so bequem darauf arbeiten, wie auf Salzpapier. Auch diese Methode ist vorzüglich, wenn das Bild aquarellirt werden soll, während man für eine Ausführung in Pastellfarben besser an- schleift.

Welche Effecte sich durch Combination von Aquarell und bastell erzielen lassen, dürfte hinlänglich bekannt sein. Hat man feucht abgerieben, so muss man sich hüten, mit der Bearbeitung früher zu beginnen, bevor die Gelatineschicht wieder ganz trocken ist, sonst können durch Fleckigwerden leicht Misserfolge entstehen.

Um das Thema möglichst zu erschöpfen, will ich schliesslich nicht unterlassen, noch den Kostenpunkt ins Auge zu fassen, der ja doch überall die Hauptsache ist; und da glaube ich getrost be- haupten zu können, dass Vergrösserungen auf Bromsilberpapier billiger herzustellen sind, als auf jede andere Weise. Denn zieht man in Betracht den verhältnissmässig geringen Anschaffungspreis des für diesen Zweck ausreichenden Scioptikons, das Nichtvorkommen grosser Ausschussbilder, da man mit kleinen Blättern probiren kann, sowie die Kürze der Herstellungszeit und die verminderte Arbeit des Retoucheurs, so wird man zugeben müssen, dass durch dies Alles der scheinbar höhere Preis des Emulsionspapiers mehr als ausgeglichen wird.

Das Publicum nimmt diese Bilder, wenn gut ausgeführt, im grossen Ganzen gern an, und wenn noch hin und wieder von Laien über der kalten Ton geklagt wird, so muss man bedenken, dass das Publicum ja leider seit langem an dem leidigen Photographieton ge- wöhnt ist, dass es sich aber bei immer allgemeinerer Einführung der Bromsilberpapiere auch ebenso an diese gewöhnen wird.