122 Deutsche Photographen-LZeitung 1889. Nr. 14.
Papier und copirte so die Bilder fertig. Durch die Zertheilung der Schatten durch die kleinen Quadrate bekam ich ein vie!] weicheres und modulirteres Bild mit sehr wenig Positiv-Retouche, als beim directen Copiren. Die kleinen Quadrate waren nur bei genauer Besichtigung sichtbar, sodass sie vom Publicum niceht bemerkt wurden. Bei directem Vergrössern auf Entwickelungs- oder Platinpapier wird eine Platte mit dem Bilde entsprechenden kleineren oder grösseren Quadraten hinter das unretouchirte Negativ gestellt und mit dem Bilde vergrössert; dadurch werden die Schatten und Halbschatten zerlegt und ist dann kaum noch Positiv-Retouche nothwendig. Die Vergrösserungen sehen dann fast wie Stahlstiche aus. Das Copiren in dieser Weise scheint nun auch für den Lichtdruck und Hochdruck von Bedeutung zu sein. Legt man zwei Platten aufeinander, so er- nält man kleine Quadrate mit einem Punkt in der Mitte; bei drei platten verschiedene Muster. Diese Blätter, welche zwar sehr
schwierig zu machen sind, können auch von mir bezogen werden. F. kugler.
b Literatur. Naturalistic Photography for Students of the Art. P. H. Emerson. London 1889. Gr. Octav. XII und 307 Seiten.
Der Verfasser giebt als Einleitung eine Beobachtung Dessen, was die Photographie, jétzt 50 Jahre alt, während dieser Zeit bereits geleistet hat und beleuchtet die ausserordentlichen Leistungen der- selben auf dem Gebiete der Astronomie, Mikroskopie, Chemie, Mete- orologie, Geographie, Ingenieurkunst, Medicin, Bücherei, im Militair- wesen und in der„Kunst“.
Der Verfasser macht es sich zur Aufgabe, für die Jünger der Photographie ein Buch zu schreiben, dass„gerade genug“ Wissen- schaftliches zum Verständniss der practischen Ausübung bietet, gleichzeitig aber den Stoff vom künstlerischen Standpunkte be- leuchtet. Er hält eine strenge Scheidung der Photographie in künstlerische, in wissenschaftliche und in industrielle für nöthig. Diesen letzteren Zweig üben alle Diejenigen aus, welche photo- graphiren nicht ausschliesslich eines ästhetischen Vergnügens oder eines wissenschaftlichen Zweckes halber; alle sog.„Photographen“ können also nie„Künstler“, höchstens„Kunstgewerbebeflissene“ genannt werden. Das Buch zerfällt in 3 Tbeile: I. Terminologie, II. Technik und Praxis, III. die Photographie als Kunstzweig.
Es würde zu weit führen, hier auf den detaillirten Inhalt ein- zugehen. Es genügt zu constatiren, dass wir den Inhalt des hübsch ausgestatteten Buches mit Interesse gelesen, die Ansichten und vielen Lehren des Verfassers für bemerkenswerth halten und schliesslich meinen, das Buch in gutem Glauben empfehlen zu könnep.
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