Jahrgang 
1889
Seite
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116 Deutsche Photographen-Zeitung 1889. Nr. 14.

darin erblickt, da diese Sachen in der Regel künstlerisch ausgeführt sind, was aber in der vollen Ausdehnung nur vom kunstverständigen Besucher gewürdigt wird. Der Photograph sucht seine Arhbeiten für die Ausstellung in das böchste Stadium des Künstlerischen zu bringen, also bei Portraits eine vollendete bildliche Darstellung des Natürlichen zu erzielen. Gerade die Ausstellungen lassen uns die Erfahrung machen, dass es möglich ist, mit genügenden Kenntnissen und Fähigkeiten und durch geistiges Streben unseren Erzeugnissen den Stempel eines hohen künstlerischen Werthes aufzudrücken.

Wenn wir zu dem Kaufpreis übergehen, müssen wir gleich im Vor- aus bemerken, dass hier nicht der Platz sein kann, irgend welches Preisverzeichniss aufzustellen, denn die Leistungen und Ansprüche der Verfertiger, sowie die Ansichten und Wünsche der jeweiligen Kundschaft sind derart verschieden, dass es den obwaltenden Um- ständen und Verhältnissen überlassen bleiben muss, Preise nach Gut- dünken zu fordern.

Für den Kaufpreis sind der materielle und der künstlerische Werth maassgebend; dieser ist jederzeit höher zu berechnen, als jener. Das den ersteren schaffende Material wird uns von der Natur geliefert, der Mensch, der bekanntlich als das edelste Geschöpf in dieser gilt, muss es ihr nur abzugewinnnen suchen und für den Gebrauch nutzbar machen. Seine Zeit, Kraft und Handlung muss infolge seiner Eigenschaft den höchsten Werth besitzen, der alsdann bei der Be- und Verarbeitung des Materials am meisten ins Gewicht fällt. Der Preis des Materials, das Gold ausgenommen, ist heute ein geringerer, als vor Decennien, jedoch ist derjenige der Erzeug-

nisse verhältnissmässig stärker gesunken, zumal die Leistungen

meistens gediegener und die Ansprüche durchgängig höhere geworden sind. Die Verbrauchsutensilien sind, sachlich allgemein, überall die gleichen, nur werden geschmackvollere Ausstattungen gewisser Artikel höhere Kosten verursachen, hingegen rufen die Arbeiten selbst be- deutende Schwankungen im Kaufpreis hervor. Letzterer wird von einem Jeden darnach eingerichtet, dass er der für die Arbeit ver- wendeten Sorgfalt würdig erscheint, vorausgesetzt nicht zu hoch gestellt, um allseitig voll anerkannt zu werden, doch in den Augen des Verfertigers immer gerecht bleibt, weil dieser weiss, wie hoch seine gehabten Mühen und sein Talent zu schätzen sind, in weleber Weise er seine Kunden befriedigt und welcher Gewinn ihm ver- bleiben muss, um die Existenz zu behaupten.

Sind die Arbeiten ganz vorzügliche, sodass sie künstlerischen Wertb annehmen, so wird sich auch der Preis höher stellen müssen, dann darf der Verfertiger aber auch nur solches Publieum zu seinen Kunden zählen, dessen Bildung und Mittel es erlauben, die Güte des Portraits technisch und finanziell anzuerkennen. Leider ist aber die Sucht nach Billigem im Publicum ziemlich stark verbreitet, be- sonders bei Artikeln, die nicht zum täglichen Gebrauch. sondern nur zum Ansehen, also als Luxus dienen, was zur Folge hat, dass eine solide Arbeit schwer aufkommen kann. Anderntheils werden auch die Preise gedrückt, um der Concurrenz die Spitze zu bieten. Solche Geschäfte werden von den zu Photographirenden oft in erster Linie aufgesucht, da nach deren schwachen Begriffen und geringem

Nr. 4.

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