Jahrgang 
1889
Seite
100
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100 Deutsche Photographen-Zeitung 1889. Nr. 72.

Zusatz während der Entwicklung und zwang 8o die schliesslich noch nicht erschienenen Details heraus. Man wird ehrlich zugestehen müssen, dass man sehr leicht, wenn man nicht gründlich aufpasste, denselben Schleier erhielt, welchen das Vorbad verursachte.

Hiergegen ist es aber eine Thatsache, dass gerade die anerkannt besten Fabrikate von Platten beide Arten der Anwendung zulassen und zwar ohne Sebleier. Man ist also berechtigt zu behaupten, dass eine Emulsion, welche bei allen sonst verlangten Tugenden auch die hat, dass man sie auf jede nur erdenkliche Art und Weise entwickeln kann, die vollkommenste sein muss und nur für die letztere ist Folgendes bestimmt.

Man nehme eine hochempfindliche Platte(dieselben entwickeln bekanntlich ungemein schwer), Z. B. eine von Schleussner, exponire dieselbe gerade richtig, sodass sie ein klares Negativ giebt und entwickle wie gewöhnlich mit Eisenoxalat; es wird sehr lange dauern, ebe die gewünschte Kraft da ist, ja durch zu häufiges Nach- sehen, da man die Zeit nicht erwarten kann, kann die Platte sogar einen leichten Eindruck von der Rückseite erhalten, welcher sich später als Schleier zeigt. Badet man jedoch eine gleiche Platte vor der Entwicklung in einem Natronbad ½ bis 1 Minute, bringt die- selbe bierauf unter heftigem Bewegen in verschiedenen Richtungen (um dem Entsteben von Streifen und Aehnlichem vorzubeugen) in den Entwickler, so erscheint das Bild momentan und kräftigt sich hierauf zusehends.

Stets wenn man die Exposition, welche man bei normaler Eut- wicklung verwendet, für das Natronbad nicht grösser nimmt, wird bei der letzteren ebenso wie bei der ersteren ein klares Negativ resultiren, nur mit dem Unterschiede, dass dieses viel schneller fertig ist als jenes und dabei grössere Zartheit und intensivere Deckung zeigt. Diese letzteren Eigenschaften sind unter allen Um- ständen Jedem willkommen.

Wie schwer hält es und mit was für Zeitverlust ist es ver- knüpft, helle Kleider und Aehnliches mit hochempfindlichen Platten in genügender Kraft wiederzugeben und wie scechnell erreicht man Solches durch Anwendung des Natronbades! Sollte sich dabei aber wirklich eine Unklarheit zeigen, so giebt es nur drei Fälle, welche dieselbe bedingen:Ueberexposition, zu dünn gegossene Platten oder zu kurze Entwicklung; Sauberkeit und präcises Arbeiten setze ich voraus.

Der eigenthümlich zarte Character, welchen die mit Natron- beschleunigung hervorgerufenen Negative zeigen, hat auch einmal Veranlassung gegeben, demselben einen gewissen Einfluss auf die Farbenempfindlichkeit zuzuschreiben, doch ist dies nicht begründet, sondern die Negative erhalten etwa den Character, mit welchem weiche Negative unter Vorlage copiren, und da dieses bekanntlich sehr grossen Einfluss auf die Feinheit der Copien hat, so dürfte allein aus diesem Grunde die ausschliessliche Anwendung des Natron- vorbades Jedem, der mit Eisenoxalat arbeitet, dringend zu em- pfehlen sein. Man mache einige Versuche und zwar nicht nur bei sogenannten Momentaufnahmen, sondern auch bei anderen. Ver- tragen die Platten sonst das Vorbad und man erhält Unklarheit, 8o

Nr. 12.

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