Jahrgang 
1889
Seite
76
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Deutsche Photographen-Zeitung 1889. Nr. 9.

1 g unterschwefligs. Natron, 6 g Bromammonium(besser noch Bromkalium), 60 cem destillirtes Wasser.

Man füge dem Oxalatentwickler je nach Bedarf 23 Tropfen dieser Lösung zu(unter Umständen kann man bis auf 1 Tropfen auf je 10 cem Entwickler gehen). Hierdurch wird die Hervorrufung ganz bedeutend abgekürzt.

Es ist vielfach darüber gestritten, ob der Zusatz nicht eine kür- zere Exposition zulasse, es scheint jedoch, dass die Expositionszeit selbst wenig durch die Anwendung des Zusatzes beeinflusst wird, sondern die Hauptwirkung in einer ganz bedeutenden Beschleunigung der Entwickelung besteht. Darin, dass hierbei auch die Details der Schattenpartien rasch erscheinen, liegt die Hauptwirkung; beim ge- wöhnlichen Eisenentwickler kommen die Lichter selbst rasch, und ist man so, um die Platten nicht zu hart zu erhalten, gezwungen, die Entwickelung zu unterbrechen, ehe die Details in den Schatten alle zum Vorschein gelangen.

Dieser Umstand hat auch wohl Veranlassung gegeben, den betr. Zusatz als Expositionsbeschleuniger zu bezeichnen.

Doch kehren wir zur Einleitung dieser kleinen Auseinander- setzung zurück. Ich werde den geehrten Lesern eine kleine, wirklich wahre Geschichte erzählen, welche zeigt, in welcher Weise diese eben mitgetheilte Sache behandelt wird, um den kleineren Photographen, die ja nicht immer Zeit und Lust haben, neue Recepte zu probiren, dergleichen Lösungen zu ganz exorbitanten Preisen als einzige Hilfe anzupreisen.

Mitte December erhielt ich von einemCollegen X. aus Schlesien ein kleines Fläschchen von etwa 25 g Inhalt einer wasserhellen Lösung, mit dem Bemerken, es sei dies ein neu entdeckter Expositions- beschleuniger, welcher die Zeit der Belichtung auf den zehnten Theil abzukürzen gestatte. Dabei war auf Grund beigelegter Zeugnisse einiger mit dem Präparat beglückter Collegen der Wunsch ausge- sprochen, ich möchte doch über die Vorzüge des Beschleunigers einige Mittheilungen im redactionellen Theile der Zeitung ergehen lassen Inserate würden folgen etc. Ich selbst probirte die Sache und sandte auch davon an ein paar befreundete Herren, von welchen einer nach eingehenden Versuchen die Lösung untersuchte und fand, dass sie aus Fixirnatron, Bromkalium und Wasser bestand 100 g davon wurden für Mk. 10, ausgeboten, ein ganz reinliches Geschäft. Auf Anfrage des Einsenders machte ich demselben Mittheilung vom Resul- tate und stellte in Aussicht, die Sache, sobald er seinGeheimmittel anpreisen würde, in der Zeitung klipp und klar mitzutheilen. Doch das Unglück schreitet schnell*) Herr X. schweigt kurz darauf erhielt ich aber von einem andern Herrn Y. in der Provinz Sachsen ein Inserat zugesandt, in welchem dieser Herr ein ebensolches Geheimmittel anpries, Preis und Eigenschaften waren laut Anzeige gleich. Selbstredend schlug ich auch dieses Inserat ab und machte dem Herrn Y. dieselbe Mittheilung, wie sie Herr X. erhielt. Darob

Neie ich später erfabren, war ein Gehilfe des schlesischen Herrn X. von gem errn Y. in der Provinz Sachsen engagirt worden und hatte wohl jeden- alls das grosseGeheimniss mit herüber gebracht.

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