Jahrgang 
1889
Seite
51
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7 1889.

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Nr. 6. Deutsche Photographen-Zeitung 1889. 51

Die höchste Vollkommenheit solchen Idealisirens haben wir in der Antike vor uns, an welcher bis ins feinste Detail jeder Theil,

jede Form in so erhabener Weise veredelt ist, dass mit Recht von

verständnissvollen Fachleuten die Antike den Retoucheuren als ein Vorbild für das Idealisiren aufs wärmste empfohlen wird. Jeder, der abfällig von der Antike spricht, hat dieselbe überhaupt noch nicht sehen gelernt, dennoch weiss ich aus eigener Erfahrung, dass es sehr viele Retoucheure giebt, die als Gegner der Antike unbewusst in àhnlicher, wenn auch unvollkommener Weise idealisiren, jedoch waren es nur solche, welche sich das Studium der Anatomie an- gelegen sein liessen, durch welches einzig und allein die Schöpfer der von Kennern geradezu vergötterten classischen Kunstwerke ihr Können und ihren unsterblichen Ruhm begründeten. Thatsächlich ist bis in die zartesten Formendetails die natürliche Gestalt gewahrt, und eben deshalb sollten profane Leute in ihren Aussprüchen aus Unkenntniss solche Kunstwerke nicht in den Schmutz zerren. Am wenigsten stichhaltig dabei ist, dass die griechischen Meister ihre

Ideale aus den von verschiedenen Personen entnommenen schönsten

Formen componirten und so den in der neueren Zeit erst anerkannten Schönheitstypus feststellten, wie man gegenwàrtig Compositionsportraits zur Feststellung von Racentypen fertigt. Hieraus geht hervor, dass die classischen Köpfe weder glatt noch eirund zu nennen sind.

Je mehr der Photograph die Fähigkeit besitzt, seinen Portraits in classischer Weise den letzten Schliff durch Retouche zu geben, um so berechtigter wird er sein, zu verlangen, dass sie als künst- lerisch werthvoll anerkannt und dementsprechend auch honorirt werden. Werden jedoch die Formen einfach gerundet, ohne dass dabei auch nur im geringsten auf die natürliche Gestalt geachtet wird, sodass letztere mehr oder weniger verloren geht(der Kopf erhält dann nur eine ovale Gestalt und eine porzellanglatte Haut), so erzielt man das, was man in Modejournalen sehen kann:Ei- förmige glatte Köpfe, welche absolut nichts mit der Antike gemein haben.

Bezüglich des Idealisirens auf Grund classischer Köpfe glaube ich noch Folgendes erwähnen zu müssen:

Das Idealisiren darf durchaus nicht derart vollzogen werden, dass man darnach strebt, seinen Damenportraits beispielsweise mehr oder weniger die Physiognomie einer Hera, Apbrodite oder Ariadne, seinen Herrenportraits die eines Zeus, Apollo oder Hermes zu geben, man soll vielmehr, wie bereits oben bemerkt, den jeder Person eigenen idealen Grundtypus zu geben wissen. Als ein modernes Beispiel empfehle ich das naturgetreue Portrait Schillers mit der von Schilling vollendet modellirten Büste zu vergleichen. Durch letzteren Ver- gleich wird man sich leichter in die Antike finden können, sie sehen lernen, und ist man endlich dahinter gekommen, wo die Pointe liegt, so wird man sich wundern, wie haufig uns Personen begegnen, welche den classischen Typus mehr oder weniger tragen.

Kehren wir nach diesen etwas weitschweifenden Auseinander- setzungen zu den photographischen Portraits zurück. b

Durchaus nicht zu übersehen wäre noch die Ausstattung bezügl. der Cartonnage und der Einrahmung. Hinsichtlich dieses Punktes