42 Deutsche Photographen-Zeitung 1889. Nr. 5.
face dürfte sich der Eindruck vielleicht umkehren, da es hier un- zweifelhaft peinlich wirken würde, wenn die Nasenspitze allzu un- scharf im Vergleich zu den Partien um Auge und Mund erschiene. Bei den Aufnahmen grösserer Köpfe wird es oft unmöglich sein, selbst mit den grössten zu Gebote stehenden Linsen eine genügende Tiefe zu erhalten, und in diesem Falle empfiehlt es sich, lieber eine etwas kleinere Originalaufnahme zu machen und dieselbe spàter zu vergrössern; man kann dann auch die bei dieser Gelegenheit oft übermässig lange Expositionszeit vermindern, was stets von Vor- theil ist, da man weniger eine Bewegung des Objectes zu be- fürchten hat und an Platten spart.
Wir müssen uns jetzt noch mit einem Kunstgriff beschäftigen, welcher gelegentlich wohl aus diesem oder jenem Grunde empfohlen und angewendet wird. Er besteht darin, dass man entweder durch Einstellung oder durch Copirkunststücke eine allgemeine Unschärfe oder eine sogenannte„Weichheit der Contouren“ erzielt. Dies ge- schieht theils, um bei Personen mitunreinem Teint Retouche zu ersparen, theils, um einen Kunsteffect zu schaffen. Der erste Grund ist un- zweifelhaft verwerflich, da man denselben Effect und einen besseren Erfolg durch Anwendung farbenempfindlicher Platten erzielt. Auch der zweite Grund scheint mir wenig stichhaltig, da er dem Gesicht wohl eine gewisse Durchsichtigkeit des Fleisches giebt, aber auch leicht verschwollene, schlecht characterisirte Flächen liefert.— Auf einen Fehler möchte ich noch binweisen, welcher meines Erachtens nur zu häufig gemacht wird, nämlich der, dass sich in den un- schärferen Partien des Portraits glänzende Gegenstände, Schmuck- sachen etc., finden, welche sich unmässig vergrössert und als weisse, hässlich unruhig erscheinende Flächen dem Auge unangenehm auf- drängen. Man thut gut, solche Gegenstände durch Positiv-Retouche zu mässigen und so den harmonischen Eindruck des Bildes wesent- lich zu erhöben.
Es liesse sich das bier Gesagte leicht noch wesentlich erweitern, aber es scheint mir, dass durch unsere Darstellung die hauptsächlich- sten Punkte genügend hervorgehoben sind und es würde mich freuen, wenn die Herren Portraitphotographen sich einmal über die angeregten Fragen äussern wollten.
Viel einfacher und unzweifelhafter können wir unser Urtheil abgeben, wenn es sich um die Aufnahme von Gruppenbildern handelt. Hier gilt die Regel: Postire die Personen so und stelle so ein, dass alle Gesichter scharf und gleich scharf kommen.
Nichts wirkt bei einem Gruppenbild hässlicher, als wenn ein- zelne Personen, welche hinter oder vor der Ebene der schärfsten Einstellung sich befanden, unscharf gezeichnet sind. Mit gleicher Sorgfalt ist zu vermeiden, dass die am Rande stehenden unscharf werden; man blende so weit ab, dass die Schärfe auch für die àussersten Personen ausreicht. Bei Linsen mit positiv gekrümmtem Bildfeld ist die alte Regel, die Gruppe bogenförmig aufzustellen, sehr nützlich. Ist das hier Gesagte befolgt, so hat der Photograph das Seinige gethan und muss hoffen, dass die zu Photographirenden da- durch das Ibrige thun, dass sie einige Secunden still stehen, was nicht immer geschieht.
Nr. 5.
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