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Nr. 5. Deutsche Photographen-Zeitung 1889. 43
Wir kommen jetzt dazu, über das Scharfeinstellen bei Land- schaftsaufnahmen zu sprechen und werden dabei einen Unterschied zwischen dem Momentbild und der Dauerexposition zu machen haben. Ersteres dürfte im wesentlichen ganz nach den beim Portrait ge- gebenen Vorschriften zu machen sein, d. h. man hat sich zu bemühen, die Schärfe den Gegenständen zukommen zu lassen, welche die wichtigsten und characteristischsten sind; liegen, wie zum Beispiele bei Wellen-, Regatta-, Strassenaufnahmen, die Hauptgegenstände in sehr verschiedenen Distancen, so wird man auf eine mittlere Eut- fernung einstellen und sich hüten, Gegenstände zu photographiren, welche sich in zu grosser Nähe befinden. Oft wird gegen diese
Regel mit oder ohne Schuld gefehlt, besonders bei Strassenbildern,
welche oft durch riesige, ganz unscharfe und meist vom Bildrand ge- schnittene Figuren verunziert werden. Manche Momentphotographen nehmen ihre Objecte in kleinem Maassstabe auf, um so an Tiefe zu gewinnen, und vergrössern ihre Bilder nachher, soweit es das Korn und die Schärfe des Negativs gestatten. Viele Bilder von Anschütz sind in dieser Weise bergestellt.
Alle anderen Landschaftsaufnahmen werden, um den nöthigen Bildwinkel scharf ausgearbeitet zu bekommen, mit so kleinen Blenden- öffnungen aufgenommen, dass Hintergrund und Vordergrund gleich scharf erscheinen, also von einer Auswahl der Schärfe keine Rede sein kann. Es scheint, als ob dadurch der im Eingang unserer Be- trachtungen besprochene malerische Effect, welcher gerade durch verschiedene Schärfe der aufgenommenen Gegenstände erzielt wird, verloren ginge, aber man sieht leicht, dass an Stelle der sonst durch ihre Unschärfe zurücktretenden Ferne die durch die Luftperspective bervorgebrachte Verschleierung derselben tritt, welche die Gegenstände des Vordergrundes sich plastisch abheben lässt. Daber ist es nicht räthlich, sich dieses malerischen Effectes zu berauben, indem man mit zu gelb- und rothempfndlichen Platten arbeitet, welche den Hintergrund zu detailreich und luftperspectivlos zeichnen. Ein ge- wisser Grad der Farbenempfindlichkeit ist jedoch aus dem Grunde wirkungsvoll, weil die gewöhnliche Platte die Luftperspective be- kanntlich sehr übertreibt und den Hintergrund oft ganz verbrennen lässt.
Schliesslich sei noch mit einigen Worten der Interieuraufnahmen gedacht. An diese wird häufig der Ansprueh gemacht, dass sie vom nächsten Vordergrund bis in die tiefste Ferne ganz gleichmässig scharf erscheinen sollen. Wir haben uns an dieses Verlangen infolge der leidigen Weitwinkelaufnahmen gewöhnt, welche mit unbarmherziger Strenge in uns das Bild einer wunderlich übertriebenen und daher unvorstellbaren Perspective erzeugt haben, sodass wir uns gar nicht mehr bewusst sind, wie unangenehm und unkünstlerisch diese über- trieben scharfen Bilder wirken. In vielen Fällen wird man ja durch Raummangel gezwungen zum Panthoskop und verwandten Instrumenten zu greifen, aber oft sollte man sich doch fragen: Lässt sich mit dem gewöhnlichen Aplanaten und mässiger Abblendung nicht ein künstlerisch wirkungsvolleres Bild erzielen, obwohl oder vielleicht gerade weil der Vordergrund nicht mit der gewöhnlichen Haar- schärfe gegeben ist?


