34 Deutsche Photographen-Zeitung 1889. Nr. 4.
sorgen. Zweitens ist es Regel, stets die Mitte der Platte zur Be- urtheilung der Schärfe zu wählen; abzuweichen ist von dieser Regel nur dann, wenn die angewendete Linse ein sehr stark gekrümmtes Bildfeld liefert; in diesem Fall thut man gut, die Schärfe derartig zu vertheilen, dass eine Zone in einem gewissen Abstand von der Mitte am schärfsten erscheint; hierdurch gewinnt man nach später erfolgter, genügender Abblendung eine grössere Randschärfe.
Das Scharfeinstellen mit einer Lupe ist für viele Augen sehr angenehm und es ist auch nicht zweifelhaft, dass besonders bei sehr lichtstarken Objectiven, bei denen die Einstellungsschärfe sehr empfindlich gegen geringe Verschiebungen ist, die Lupe von Vor- theil ist. Doch ist es unbedingt nöthig, dass eine Einstelllupe einen festen Fuss hat, damit man sie auf die Mattscheibe aufsetzen kann; hätte man sie in der freien Hand, so erschwert ihr Zittern das Einstellen ungemein.
Eine wesentliche Erleichterung der präcisen Einstellung gewährt eine möglichst feingeschliffene, recht transparente Mattscheibe; die besten Mattscheiben stellt man selbst durch Ueberziehen eines Spiegelglases mit Mattlack her, die käuflichen mattirten Scheiben kann man durch Reiben mit einem wenig Oel enthaltenden Lappen beträchtlich verbessern. Hat man in sehr dunklen Räumen Interieurs zu machen, so empfiehlt es sich, ein brennendes Licht auf einen Tisch oder den Fussboden an einer genügend entfernten Stelle zu setzen und auf die Flamme desselben einzustellen. Genügt bei Reproductionen nach Strichzeichnungen etc. selbst die beste Matt- scheibe nicht zur Ermittelung der schärfsten Einstellung, so empfehle ich folgendes Mittel als besonders bequem. An Stelle der Mattscheibe setzt man eine Glasscheibe, auf der man mit Hilfe eines Diamanten ein Netz von Linien eingekratzt hat. Man stellt dann die Fusslupe scharf auf diese Linien ein und verschiebt den Auszug so lange, bis das Bild des zu reproducirenden Gegenstandes zugleich mit diesen Linien scharf erscheint. Dann ist man sicher eine sehr correcte Einstellung erbalten zu haben.(Fortsetzung folgt.)
Der künstlerische Werth photographischer Portraits und deren Kaufpreis in den Augen des Verfertigers und in denjenigen des Bestellers.
Von Bruno Saemann, MIülhausen i. Els. (Preisgekrönt von der Redaction der D. Phot.-Ztg.)
(Fortsetzung.)
Von den verschiedenen Beleuchtungsarten kommt die à la Rem- brandt dem Portrait, streng genommen, nicht zu, sondern gehört in das Bereich der Studien. Die Beleuchtung jedoch, welche mit Recht den eben genannten Namen tragen sollte, ist dagegen sehr geeignet, nament- lich bei Portraits, die sehr feine Details aufweisen und sich dadurch characterisiren, dass das Licht von hinten her die Person trifft, jedoch derart, dass kein so grosser Contrast entsteht, wie bei der Beleuchtung, welche sonst allgemein à la Rembrandt genannt wird, infolgedessen sie die Uebergänge vom Licht zum Schatten, jene unendlich feine Modulation, hervorbringt, durch welche die Werke verschiedener Meister der clas-
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Nr. 1.
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