28 Deutsche Photographen-Zeitung 1889. Nr. 3.
Der künstlerische Werth photographischer Portraits und deren Kaufpreis in den Augen des Verfertigers und in denjenigen des Bestellers.
Von Bruno Saemann, Mülhausen i. Els. (Preisgekrönt von der Redaction der D. Phot.-Ztg.)
Bei einiger Betrachtung obigen Themas muss jeder Vernünftig- denkende merken, dass eine Ausarbeitung desselben nicht ohne Be- rührung verschiedener delicater Punkte vor sich gehen kann und mancher Photograph der Gegenwart dürfte geneigt sein, einzelne Stellen desselben in anzüglicher Weise dargestellt zu finden. Nichts- destoweniger lag mir beim Niederschreiben Dieses jede Parteilichkeit fern, da mir stets nur das Interesse für unsere gemeinsame Kunst vorschwebte, welche ja noch von sehr Vielen, die nicht dazu gehören, gar nicht als solche, ja kaum als Kunstgewerbe, anerkannt wird, ob- wohl das Amateurthum ein Wesentliches dazu beiträgt, dass die Werke unserer strebsamsten Photographen nicht allein unter Fachgenossen, sondern auch in den weiteren Nreison des Publicums hinsichtlich ihres künstlerischen Werthes mehr oder weniger höher geschätzt werden.
Fragen wir uns zunächst, worin der künstlerische Werth photo- graphischer Portraits besteht und bestehen soll.
Gehen wir zur Beantwortung dieser Frage systematisch vor, besprechen wir die einzelnen Operationen, welche zur Herstellung photographischer Portraits nöthig sind und zwar der Reihe nach, wie sie auf einander folgen.
Selbstverständlich hat jeder Photograph die Absicht, oder besser gesagt, sollte sie haben, seinen Kunden wirklich künstlerische Portraits zu schaffen, schon aus dem Grunde, reell zu sein, während leider Gottes nur zu oft die Sucht nach pecuniärem Vortheil den künst- lerischen Werth der Photographie schmählichst herabdrückt.
Fangen wir nun gleich mit dem Eintritt des Kunden in das
Empfangszimmer an, da geschieht es recht häufig, dass demselben
gestattet ist, unter den im Empfangszimmer ausgestellten Muster- leistungen ein bestimmtes, sei es in Stellung oder Beleuchtung oder beidem, sehr schönes, als für sich passend, auszusuchen. Werden nun solche gewählte Portraits vom Photographen sclavisch copirt und gleichsam auf fast jede Person angewendet, so ist selbstverständlich wenigstens ein vollkommenes Resultat fast stets ausgeschlossen, da jede Person nach der ihr eigenen Individualitat dargestellt werden muss, wobei es Pflicht des Operateurs ist, streng auf das ganze Wesen der zu photographirenden Person zu achten und nur dann, wenn es thatsächlich angeht, auf specielle Wünsche derselben zu hören. Manchmal aber kommt es vor, dass das Publicum ganz brauchbare Ideen mit- bringt, hie und da sogar ganz vorzügliche, welche der geschickte Photograph in zuvorkommender Weise benutzen wird, aber derart modificirt, dass das schliessliche Resultat doch so aussieht, als sei es einzig und allein nur durch ihn hervorgegangen, indem er so seiner Reputation nur nützen wird.
Bei Portraits als solchen gelte die strenge Regel:„Natürliche Einfachheit ist weise mit anmuthigem Wechsel aller sich ergebenden Linien zu vereinen.“
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Nr. 4.
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