22 Deutsche Photographen-Zeitung 1889. Nr. 3.
welche durchaus der gewonnenen Anschauungsweise der Menschen und der erstrebten künstlerischen Darstellung entsprechen.
Vortrefflich hat Dreesen es verstanden, für seine Aufnahmen die Motive zu wählen, so dass Figuren und Landschaft vorzüglich zu einander stimmen und als bedingungslos zusammengehörig erscheinen. Fast alle Bilder stellen eine genrehafte Handlung dar, und viele der- selben können bildlich als künstlerisch abgeschlossen gelten. Von vorzüglicher künstlerischer Wirkung sind die Vergrösserungen der Landschaftsbilder, und glücklich ist die Wahl des Papieres sowie des Tones. Die Vergrösserungen zeigen auch durch ihre noch verhältniss- mässig grosse Schärfe recht deutlich die technischen Vorzüge dieser Momentaufnahmen.
Die Portraits, welche Dreesen ausgestellt hat, zeugen von einem gleichen künstlerischen Streben, doch stehen sie nicht auf der Höhe seiner Landschaftsbilder.
K. Meckes— Ulm.
Die Arbeiten dieses Ausstellers machen durchweg einen sauberen Eindruck und verrathen in jeder Beziehung eine sorgfältige Technik. Auch die Retouche ist recht sauber ausgeführt, nur wäre es wünschens- werth, dass sie mit etwas mehr zeichnerischem Verständniss ausgeübt würde. Ein tüchtiges Streben nach künstlerischer Auffassung der Figuren ist zwar nicht zu verkennen, doch ist es Meckes bisher nicht gelungen, sich viel über das Conventionelle und Mittelmässige zu er- heben. In Bezug auf Beleuchtung finden sich einige recht gute Ar- beiten, eine Gleichmässigkeit des ganzen Tableaus nach dieser Richtung hin ist jedoch nicht zu finden.
W. Paulsen— Hamburg
hat eine anerkennenswerth zahlreiche Ausstellung grösserer Portraits gebracht. Durch grössere Sorgfalt beim Copiren hätten die Bilder noch gewinnen können, auch lassen der wenig schöne Ton und die Unklarheit der tiefen Schatten dieselben nicht als ganz fertig er- scheinen. Bei den Aufnahmen ist eine schlichte natürliche Auffassung als lobenswerth hervorzuheben, welche zwar wenig idealisirt, dagegen aber die Bilder als lebenswahre Portraits erscheinen lässt.
Es wäre wünschenswerth gewesen, dass auch bei der Einrahmung mehr auf Einfachheit gesehen worden wäre, da die rothe Umrahmung mit grünem Einsatz, statt die Bilder zu heben, die Aufmerksamkeit des Beschauers allzu aufdringlich für sich in Anspruch nimmt.
M. Creutz& Sohn, Hamburg.
Auch bei dieser Ausstellung wirken die kupferrothen Rahmen störend und beeinträchtigen die Bilder. Die Beleuchtung und Technik sind zu loben, wenn auch technisch Einzelheiten noch gebessert wer- den können. Erfreulich ist der Fleiss und die Eigenart der Arbeit, welche diese Bilder erkennen lassen.
H. Schwegerle— Lübeck hat 5 Portraits in der Grösse 55/43 cm ausgestellt, bei welchen nicht zu übersehen ist, dass sie Originalaufnahmen sind. Der Aussteller hat diese Aufnahmen mit grosser Sorgfalt ausgeführt, doch fehlt ihm noch eingehenderes Verständniss für die Formen, und künstlerischer
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