16 Deutsche Photographen-Zeitung 1889. Nr. 2.
behandeln und wollen uns daher zunächst zur Herstellung der Stereo- skopen wenden.
Die Negative, welche wir für unsern Zweck gebrauchen, empfangen wir schon in der Grösse, wie sie später im Positiv gedruckt werden sollen. Es ist aus naheliegenden Gründen, besonders wegen der von vornherein gegebenen Distanz der bilderzeugenden Linsen, nicht thun- lich, der einzelnen Stereobildhälfte einen grösseren Horizontaldurch- messer, als die Entfernung der menschlichen Augen von einander be- trägt, zu geben. Denn nur bei diesem Linsenabstand erhält man Stereoskope, welche richtig die Raumverhältnisse der Aussenwelt, so wie wir sie zu sehen gewöhnt sind, wiedergeben. Entfernt man die Linsen des Stereoskopapparates zum Zweck der Erzeugung grösserer Bilder weiter von einander und verkleinert dann die Diapositive ent- sprechend, so erhält man im Stereoskop den Eindruck, als sähe man ein verkleinertes Modell des aufgenommenen Gegenstandes photographirt. Woher diese Erscheinung kommt, ist leicht einzusehen, weil wir näm- lich infolge der grösseren Verschiedenheit der beiden Bilder die an- geschauten Gegenstände mehr in den Vordergrund setzen, als sie sich wirklich befinden. Man sieht oft im Handel speciell englische Photo- gramme, welche an diesem Uebelstand leiden.
Also eine Aufnahme grösserer Stereoskope als ca. 65 mm Hori- zontaldurchmesser ist wohl nicht möglich, falls man sich nicht ent- schliesst, die beiden correspondirenden Ansichten nach einander her- zustellen, was immerhin bei nur einigermaassen beweglichen Gegenständen misslich ist. Um also eine möglichst scharfe Abbildung zu bekommen, bleibt nur ein Mittel: die Anwendung scharfzeichnender Linsen bei feinkörnigen photographischen Schichten. Will man also das möglichst Vollkommene leisten, so wird man sich entschliessen müssen, bei der Aufnahme des Negativs sich des nassen Collodions zu bedienen, welches ein sehr feines Korn giebt. Arbeitet man mit Trockenplatten, so wähle man eine nicht zu empfindliche Emulsion, da eine solche erfahrungs- mässig bei sonst gleichen Umständen ein feineres Korn zeigt, als eine hochempfindliche. Auch durch die Entwicklung lässt sich noch etwas zur Verfeinerung des Kornes durch sehr langsam wirkende Lösungen thun und es empfiehlt sich daher, die Platten ein wenig überzubelichten, um nachher am besten mit ziemlich verdünntem OxXalatentwickler her- vorrufen zu können. Die Entwicklung soll sehr langsam vorgenommen und durch allmähliches Verstärken des verdünnten Entwicklers die nöthige Kraft erzielt werden. Alle anderen Processe eignen sich wegen
allzugeringer Empfindlichkeit wenig zur Aufnahme der Stereoskop- negative.
Nun handelt es sich darum, das erhaltene Negativ möglichst korn- frei zu drucken, um ein feines Diapositiv zu erhalten, wobei noch zu erwägen ist, dass das fertige Bild keinen hässlichen Ton haben darf. Die Herstellung des Diapositivs kann nun entweder durch directe Copie oder mit Camera und Linse bewerkstelligt werden. Ersteres Ver- fahren ist natürlich das bequemere und giebt bei genügender Ebenheit der Gläser auch hinreichend scharfe Copien; will man indess das Vor-
züglichste leisten, so wird ein Reproduciren mit der Camera allerdings unerlässlich sein.
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