Nunbitten wir den heyligen Geiſi/.
außweiſen die leydige Erempel Cains / Sauls Ahitophels / Judas deſi Verraͤhters welche / da ſie der Feindt in jhren Gewiſſen / von wegen jres ſuͤndtlichen Lebens/ ernſtlich verklaget / mehrertheils bey gefundem Leib injhren Sinnen nuralſo verzweiffelt vndverzaget ſeyn⸗
Darvmb wir dann billich bitten Gott den · Geiſil daß er/ wann der boͤſe Geiſtvnſer Leben für Goitverklagen wirdtpnndvnſ ere Sinn verzagen woͤllen / durch ſein Göttlichen Troſt ſteiff bey vns halten / vns amGʒlauben an Chriſtum vnſern getreuwen Heylandt (welcher durch ſein Blutvns fuͤr Gottwidervmbgereiniget vonallen vnſern Suͤndeni vnd demnachnun fuͤr Gott nicht mehrvnfer Richter / ſondern vielmehr wnſer Fůrſprech iſt/ Rom.8. 1. Johan. 2. ſtärtken/ vnd biß anvnſer Endt darbey beſtaͤndig erhalten wolle/ durch welchen Glauben wir koͤnnen außleſ chen alle fewrige Pfeil deß Bßwichtszun Epheſernam ſechſten Capitel.
Wannwir dann Gott den H. Geiſt alſp mit Singen vnd Betten von Hertzenerſuchen werden / ſo wirt er Chriſtum dermaſſeninyn ſern Her⸗ zen verklaͤren / Johan 16. Daß wir mit Paulo getroſt werden koͤnnen ſprechen / Wer wilvnsverklagen⸗Chriſtus iſt da der für vns geſtorben iſt / ꝛc. Darvmb ſeynd wir gewiß / daß vns weder Todt noch Leben/ we⸗ der Engelnoch Fuͤrſtenthumb / weder Gegenwaͤrtiges noch Zukünff⸗ tiges / weder Hohes noch Tieffes / nochkein andere Creatur mag ſchei⸗ den von der Liebe Gottes / diein EChriſto Joſu iſtunſerm ERRNl Roman. 8.
Es iſt aber dieſer lette Punct!/ da wir ſingen: Der Feindt werde dermalen eins das Leben verklagen / von vns alleſampt wol zu mercken / vñ zu Hertzen zu fuͤhren / auch darvmb: Dañwir woͤllen etwan vermey⸗ nen / wann vnſere Suͤnd oder Laſter fur der Welt dermaſſen verſchwie⸗ gen bleiben / daß man vns vmbderſelben willen nicht verklaget hie auff Erden fur der weltlichen Oberkeit! ſo ſeyen wir ſchon durchauß ent⸗ ronnen. Sihe / ſo jagt vns dieſer Geſang noch einen andern Butzen eyn! vnnd ſpricht Wann dich ſchon kein Menſch auff Erden vber deinen Stuͤnden verklage / ſo werde es dir doch dermalen eins beſchwehrlich fuͤrkommen am letzten Endt / da werde dich der Feindt (der Teuffel)
P darvmb


