n4 DielX. predigt vbet das gevohnliche Geſang / .
darvmb fuͤr Gott verklagen / vnd dich detmaſſen aͤngſten: Kompt dir Chriſtus alsdann nicht zu Huͤlff durch den Troſt ſeines heyligen Geiſts / ſo wirſtu nicht wiſſen fuͤr Zittern vnd gagen / wo du bleiben ſott! ſondern in allen deinen Sinnen jaͤmmerlich muͤſſen verzagen. Dem⸗ nach laſt vns alleſampt allezeit ernſtlich in der Forcht Gottes leben hie auff Erden / vnd bey geſundem Leib ſtaͤttigs eyngedenck ſeyn ( Syr. 18.) deß Zorns / der am Endekommen wirdt / vnd der Rach / wann wir davon muͤſſen.
Dieſe Bitt nun alleſampt vnd jede inſonderheit / beſchlieſſen wir in einem jeden Verſicul / mit dem Kyrieeleifon / welchs heiſt / HEMRer⸗ barme dich vnſer: Vnd bitten alſo Gott den heyligen Geiſt / er woͤlle es vns alles verleihen durch ſeine grundtloſe Barmhertzigkeit.
Wann wir jhme nun alſo mit Glauben ins Hertz greiffen: So wirdt er ſich vnſer hertzlich erbarmen / vnd durch Chriſtum verleihen hie auff Erden den rechten Glauben / die wahre Liebe vnd Chriſtliche Be⸗ ſtaͤndigkeit wider allerley leibliche vnd Geiſtliche Anfechtung (laut der Verheiſſung Chriſti/Lucæ am eylfften Capitel: Wo bittet vnter euch ein Sohn den Vatter vmbs Brot / der jhm einen Stein dafür bie⸗ te? vnd ſo er vmb einen Fiſch bitret / der jhm ein Schlangen fur den Fiſch biete⸗ Oder ſo er vmb ein Ey bittet / derjhm einen Scorpion da⸗ fuͤr biete? So dann jhr / die jhr Arg ſeydt / koͤnnet euwern Kinders
gute Gaben geben / vielmehr wirdt der Vatter im Him⸗ mel den heyligen Geiſt geben / denen / die jn bit⸗ ten) vnd endtlich den ewigen Frieden / Freud vnd Seligkeit / AMEN.
Ende der Predigten.


