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Der Segen Gottes, Das ist: DRey Predigten, vber die drey Versicul deß gewöhnlichen Göttlichen Segens, auß dem vierdten Buch Mosis, im sechsten Capittel : Der Herr gesegne dich, vnd behüte dich. Der Herr erleuchte sein Angesicht vber dich, vnd sey dir gnädig. Der Herr hebe sein Angesicht auff dich, vnd geb dir Friede
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Nun bitten wir den heyligen Geiſt / tc. 10

Was iſt dann ſolcher Schatz? Wir bitten (ſaut dieſes Geſangs al⸗ lermeiſt vmb den Glauben.

Ja ſprichſtu: Es ſeynd vielerley Glauben⸗ Paulus ſchreibt Eph. 4. Esiſt nur ein Glaub. So muß nu das ander alles nit ein Glaub / ſon⸗ dern nur ein vngegruͤndter Wahn ſeyn. Darvmb bitten wir (laut die⸗ ſes Geſangs) Vmb den rechten Glauben allermeiſt das iſt/ vmb einen ſolchen Glauben /½welcher Grund hat / vnd alſo ein Glaub nit nur heiſt! ſondern auch iſt.

Gedenckt jemandt bey ſich ſelbſt: Muß ich dann erſt den heyligen Geiſtvmb den rechten Glauben bitten? So hore ich wol! ich habejetzo allbereit / da ich darvmb bitte / noch keinen rechten Glauben- Darauß folget / daß mein Gebett dieweil es geſchihet ohn einen rechten Glauben! fuͤr Gott nicht angenem̃ / vnnd mehr ein Suͤnd / dann ein Gottesdienſt ſeyn muß. So ich aber allbereit ſchon den rechten Glauben habe / da ich bitte: was bedarff es ſich dann daß ich erſt bitte vmb den rechten Glauben? Antwort: Es hatten die liebe Apoſteln / Lur. 7. auch allbe⸗ reit bey ſich den rechten Glauben / dennoch ſprachenſie zum HERRn: Staͤrcke vns den Glauben.

Alſo / ob wir gleich / in demwir dieſen Geſang hertzlich ſingen / vnnd den H. Geiſt vmb denrechten Glauben bitten / allbereit/ vermittelſt deß gepredigten Worts vnd H. Sacramenten durch die Krafft deß heyli⸗ gen Geiſtes in vns haben vnnd fuͤhlen den rechten Glauben(dann der Glaub iſts/ welcher vnſere Hertzen auffwecketvnnd treibet / andaͤchtig zu ſingen vnd zu bitten zu Gott dem heyligen Geiſt )ſo bitten wir doch nichts deſto weniger weiter den heyligen Geiſt vmb den rechten Glau⸗ ben / nicht ʒwar / daß er ſolchen erſt in vns anfangen vnnd ſchaffen woͤlle! ſondern / daß er das gute Werck deß Glaubens /ſo er langſt in vns ange⸗ fangen / wider allerley Geſchwindigkeiten deß Teuffels vnd der Welt / in vns fortpflantzen vnnd erhalten wolle⸗ biß auffden Tag Jeſu Chri⸗

ſti/ Philip..

Es ſeyndt zum Exempel heutiges Tags viel ſeltamer/ gefaͤhrlicher Pyjutariunes in der Welt von Glaubens Sachen: Ein einfaͤltiger

Menſch kan(da Gottyerhaͤngetyfůͤr ſich ſelbſt durch den Teuffelvnnd N ij ſeine