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Der Segen Gottes, Das ist: DRey Predigten, vber die drey Versicul deß gewöhnlichen Göttlichen Segens, auß dem vierdten Buch Mosis, im sechsten Capittel : Der Herr gesegne dich, vnd behüte dich. Der Herr erleuchte sein Angesicht vber dich, vnd sey dir gnädig. Der Herr hebe sein Angesicht auff dich, vnd geb dir Friede
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Nun bitten wir den heyligen Geiſi / . 39

diger auff die Cantzel gehet / da wir dann bitten ſonderlich / daß Gott der heylige Geiſt / zu dem Dienſt deß Predigers / ſein Goͤttliches Ge⸗ deyen gnaͤdiglich woͤlle verleihen / auff daß er moͤge vielFrucht ſchaffen.

Demnach wir vns gaͤntzlich verſehen woͤllen / es werde E. C nicht zu wider ſeyn / da wir auff dieſe Stundt (darinnen wir ohne daspfleg⸗ ten ein Sermon zu halten von dem Ampt oder Gaben Gottes deß hey⸗ ligen Geiſts) dieſem verleſenen gewoͤhnlichen Geſang etwas fleiſſigs nachdencken / vnd ſolches E. L. erklaͤren werden / auff daß / da wir den Verſtandt deſſelbigen wol gelernet vnd ergrieffen / wir ſolches nicht al⸗ lein deſto andaͤchtiger hinfuro ſingen / ſondern auch mit vnſerm taͤgli⸗ chen Leben vnd Wandel fein mitſtimmen moͤgen.

Es begreifft aber ſolches Geſangfuͤrnemlich dreyerley Bitt: Erſt⸗ lich bitten wir darinnen von Gott dem heyligen Geiſt einen rechtſchaf⸗ fenen wahren Glauben / als im erſten vnd andern Verſicul. Zum an⸗ dern bitten wir / daß der heylig Geiſt woͤlle in vns wircken / gleich wie wir durch die Gnad deß H. Geiſts / den HErren Chriſtum mit Glau⸗ ben ergrieffen / daß wir auch alſo auß wahrem Glauben vnſern Nech⸗ ſten / neben vns auff Erden / lieben: als im dritten Verſicul. Zum drit⸗ ten / daß vns der heylige Geiſt bey ſeiner Gnad vnd Gottlichem Troſt / biß an vnſer Endt / beſtaͤndig erhalten woͤlle: Vnd dieſes im vierdiyn vndletzten Verſicul.

Solches alles woͤllen wir nach einander horen vnd handeln: Gott der HæMRgebe die Gnad ſeines heyligen Geiſts dazu / Amen.

Es fanget ſich aber dieſes Geſang an mit ſolchen Worten: Nun bitten wir den heyligen Geiſt.

Der heylige Geiſtiſt ſampt Gott dem Vatter vnd Sohn) wah⸗ rer ewiger Gott. Dann es gehet der heylige Geiſt von Ewigkeit auß von dem heyligen Goͤttlichen Weſen Gottes deß Vatters / vnd Got⸗ res deß Sohns Joh. 16. vndzo. Nun iſt gewiß / gleich wie nichts ſeyn kan in dem Weſen Gottes / das nicht Gott ſelbs iſi: Alſo kan nichts von dem Weſen Gottes deß Vatters Gottes deß Sohns außgehen / es ſeye dann zumal ſampt Gott Vatter vnd Sohn / wahrer weſentlichev Gott. Vnd darpmb nennet dort Petrus / Actor. am ʒ. Capitel den

N H.Geiſt/

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