„ Die M. Predigt ober dengewohnlichen Geſang/
wir vns billich nach vnſerer Behauſung / die im Himmel iſt / vnd wob ten lieber nicht durch den zeitlichen Todt entkleydet werden / ſondern erleben die herrliche Zukunfft Chriſti / vnd demnach nur alſo lebendig in einem Augenblick .Cor.i. v.⁊. vberkleydet vnd verwandeltwer⸗ den / auff daß das ſterbliche wurde verſchlungen von dem Leben / ⁊. Cor. ß. ver.y. Eben wie auch Johannes dort ſehnlich ruffet Apocal.2.) Komme HxRR Jeſu. Iſts aber Gottes Wolgefallen anderſi / nem⸗ lich / daß wirs nit erleben ſollen hie auff Erden / ſo laſt vns an ſtatt der Wort (Gott woͤlle daß wir es erleben) ſingen: Gott der Vatter wohne vns bey / vnd laß vns nicht verderben: Mach vns aller Suͤnden frey vnd helffe vns ſelig ſterben / Auff daß doch vnſer Seele durch den zeitli⸗ chen Todt fahre ins ewig Leben / biß daß Chriſtus am jůngſten Tag/ durch ſeine Stim̃ erwecken wirdt vom Todt auch vnſere Leiber / vnd die Seel mit jnen vereinigen: Da werden wir an Leib vnd Seel erfreu⸗ wet werden / mit vnaußſprechlichen herrlichen Freuden / vnd das Endt vnſers Glaubens davon bringen / nemlich / Leibs vnd der Seelen ewige Seligkeit / Alleluia / Alleluia: Gelobet ſey Gott Vatter / Gott Sohn
Gott heyliger Geiſt / Amen.
Ein Predigt vber das gewohnliche
Geſang: Nun bitten wir den heyligen Geiſi / .
E Jeſes verleſene Geſang iſt ein Gebett an Gott den k ßeyligen Geiſt / vmb etliche ſeiner Gaben / welchevns nohi⸗ wendig ſeynd zu vnſerer Seelen Seligkeit. Vnd iſt dieſes P Geſang geſtern von vnsgeſungen worden! als wir hiel⸗ ten die Gedaͤchtnuß deß heyligen Pfingſttags / an welchem Chriſtus der HE ſeinen lieben Apoſteln ſichtbarlich den heyligen Geiſt ge⸗ andt hat. iſt aber eben dieſes Geſang auch der jenigen eines / ſo wir durch das gantze Jahr hindurchpflegen zů ſingen zu der Zeit / wann


