Lere.
Warnung wider D. Oſianders predig das alle fo erwehlet ſind / gleuden ſolten. Ader da iſt ber Streytf Vb Goit in Chriſto / in Chriſto / in Chriſto / der für aller Men⸗
ſchen Tod vnd Verdamnuß geſtorben iſt / nur etlich Menſchen
oder alle Menſchen zumal in Gnaden angenomen vnd zum Le⸗ den erwehlet hab. D. Oſiander vnd all ſein Anßhang leren / Goit habe in Gna⸗
d. cſeners den in Chriſtv / nur wenig Menſchen angenomen vnd zum Leben
erwehlei / Vnd welche er alſo erwehlet hab / vñ einmal vmer das Gnadenwerck komen laſſen / die follen vnd koͤnnẽ nicht verdampt werden. Ich gleude es ſey deudſch gnug geredt / Da ſolte ein je⸗ der nun bald ohne meine Warnunge verſtehen / wie dieſes rieche nach dem Caluiniſchen Hellhaffen / Chriſtum vnd ſein Wort in Zweyffel ſetze / Luͤgenſtraffe / Vne Chriſtum vnd Glauben auff jn / vnnuͤtz vñ zweyffethafftig mache. Daruͤber begeren wir Sch rifft von dieſen Herrn / Schrifſt begeren wir / Bder auch Con⸗ ſens der reinen Chriſtlichen Kirchen / Das Gott in Chriſto nur wenig Menſchen ſolle zum Leben erwehlet vnd verordnet haben. Kein Grund vñ Schrifft werden ſie vns zeigen koͤnnen / ſie brin gen deñ Grund vnd Schrifft / das Chriſtus von wenig Menſchẽ Heyl vnd Seligkeis wegen in dieſe Welt komen ſeye / Sonſt ſo lang ſie das nicht beweiſen konnen / ſondern můſſen ſtehn vñ blei ben laſſen / das Chriſtus komen ſey auß befelch des Vatere zum Heyl vnd Leben aller Menſchen / vnd die Welt ſelig zu machen / Wie er ſelbs ſagi: Joa.3. So muß auch folgen / das in Gottes Rhat in Chriſto ſeyen alle Menſchen erwehlt vnd verordnit ge⸗ weſen zum Lrben / vnd niemand vberal vbergangẽ vder verlaſſen. Nu ſteht es dieſen Theologen am Zweck wie den Calumniſten/ entwrders das Euangelium von algemeiner Erloͤſung von To ezu bekennen / vder daſſelbig Euangelium zu verleugnen. Vnd wollen ſie es ſchon mit eiwas Worten nachmals bekennen/ ſo muſſen ſie Vrſach ʒeigen / wie es beſtehen moͤge mi jrem Grun de / da Gott jrer meynung nach / von aller Schoͤpffung vnd
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