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Von der Gnaden Wahl.
Gotteleſterlicher vnnd verzweyffelter könten es alle Teuffel in
der Helten wider Gott den Allmechtigen nicht auſſpeyen / VBr⸗ ſach / Da ſchon dir Gnadenwahl vder Berordnung zun Gna⸗ den Gottes vor den Fundamenten der Wel/ gemacht vnd geſch loſſen war / da hai Goit hernach alle Menſchen in der Erſchaff unt des Adamo zu ſeinem Ebenbild/ nemlich zut Freud / Lebenl Lieb / Her ligkeis / vnd allem Gutem erſchaffen / Wie Moſes ſch reibt Gen.1. Vnd Paulus ſagt / i. Theſt ʒ. Goit hal vns ni⸗ cht geſetzt oder geordnet zum Zorn / ſondern die Seligkeit zu be⸗ ſitzen / durch vnſern Herrn Jefum Chriſtum / der fuͤr vns geſtor ben ſt. Muß derhalben der Teuffel die Lere erfunden hahen / da⸗ Gort von Ewigkeit hade Menſchen verordnet zur Schma⸗ che / Schand / Vnehre / Tod / Haß / vnd Verdamnuß. Schnei det darzu ſölche grewel Lere das Euangelium von Chriſto / in welchem vns Gott alle geiieber hat / auff dem Boden hinweg. Aber hie geht es abermal vbel vnd ſchrecklich zu / das D. Dſi ander dieſe Lere ſelbs verfluchen muß / vnd macht ſich doch der⸗ ſelbigen zu einem Lerer vnd Prediger. ERſtlich / da er ſelbs ſch⸗ reibe/ Gott habe nicht alle Menſchen gemacht zu Geſeſſen der Barmhertzigkrit / vnd zu ehrlichem Nutz vnd Brauch / ſondern nur etliche. Demnach kan er nimmermehr enttuͤnnen ſo lan⸗ ge er lerei vnd darfür haltet / Goit habe von Ewizkeit / Das iſi⸗ vor der Schopffung vñ allen ſeinen Wercken / nur wenig Men ſchen erwehlet vnd veroꝛdnet zum Lehen. Sind damaln in cauſa caufarum prima / Das it / im Vrſprung vñ anfang aller Wer cken Gottes / nur wenig / vnd nur etliche Menſchen zum Leben vnd Wolfart des Leibes vnd der Selen erwehli vñ vererdnet ge weſen / So koͤnnen nicht hernach alle Menſchen zu einem guten Ende / oder zum Ebenbild Gottes erſchaffen ſein. Was aber zu ſolchem Ende nicht erſchaffen / vnd zuvor auch / da andere zum Leben erwehlt waren / vbergangen oder verlaſſen iſt / aber doch er ſchaffen iſt worden / das muß je ſolchen Gruͤnden nach zur S ma
D. Oſtandr kan ſich nicht
erwehren⸗


