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Von der Gnadenwahl⸗ taben / Denn ſo das gewiß iſt/ ſo mag er ſeine freye Wahl gegen jnen brauchen/ nach ſeines Hertzẽ luſt. Iſt aber viel ein anders / wenn er ſie beyde heite zu Dieben gemacht / hernachmals aber ei
nen oder mehr hencken wolte. Deñ wolte er ſie je hencken⸗ ſo ſol⸗
te er ein Vbergalgen auff den andern machen / vñ ſich ſelbſt als oberſten Diebenmeiſter auff den ober ſten hencken laſſen / die an deren kleine Dieblein aber / welche nichts gethan/ Weder was er geheiſſen / vnd worzu er ſie getrieben geſtoſſen / beſtelt vnd ver⸗ ordnet hat / vnten an henckẽ laſſen Das were der recht Proteß: Darumb wird ſich dieſe Dſiandriſche oder Altcaluiniſche gleich
nuß vbel hieher ſchicken da er Goit dafur haltet/ das er die Men
ſchen zur Schmach erſchaffen/ vnd alſo etliche zum Diebſtal gleich wie andere zu anderen Miſſethaten / vñ ſie von aller ewig keit her / von allem Heyl vnd Woiſtand abgeſtoſſen / abgetrieben! vnd dem Tuuffel in ſeine Hende erſchaffen oder vbergeben ſol
haben. Zum Siebenden / Iſt dieſer Man der Lere noch jmmerzu 6 Welcher einmal etichlet vnd in die Gnadenwahl komen ſeye! der konne nicht mehr verdampt werden / Braucht aber doch dar⸗ 3 bey ſeine liſtige Griffe vnd verſchlagene Wort/ Als da er alſo ſagt: Gott der HErriſt in ſeinen Wercken nicht ein Stůmpler / der ein gut vnd herrlich Werck anfienge⸗
vnd daſſelbig nicht zum End füͤhrte / Wie die Menſchẽ offtermals groſſer Dinge ſich vnterſtehen / vnd dieſelbi
ge mit Spott endlich muſſen fallen laſſen/ Sondern
was Gott der HErr anfahet zu würcken/das fuͤhrt er
auch endlich mit Lob vnd Preyſs hinauſs.
Siehe das iſt ſeine Meynung / welchen Gott einmal erwehlet
habe / vnd in welchem er einmal angefangen habe mit Rhat vnd
That das Heyl zu wůrcken / da fuhre er es auch vnverhinderlich
binauß / das folcher Menſch auff guter Poſt vnd heimlichem D Roll⸗
ydam


