Von der Gnadenwahl. damit kunt vnd offenbar werde / Erſilich / Das ich den Heupt⸗ znt iied ſtreit recht habe geſetzt: Darnach / das D. Dſiander mit dieſer ſe aup. oñ Caluiniſcher / ſchrecklicher / verzweyffelter Lere nicht vnrecht ge ners Schri-
than werde: Zum Dritten / dieweil er dieſe Lere widerumb wil ſren angeio⸗
verthedigen vnd ſoriyflantzen / das man ſich wiſſe vor ſolchen ſei⸗ gen. nen Predigten / Leren vnd Schrifften zu verhůten: Zum Vier den / das man hierauß den Wind ſpuͤre / welcher in das Lande Sachſſen gewehet / Verfolgung alda angerichtet / vñ beyde Kir chen vnd Schui gerne hette auff einen hauffen geſtoſſen · Gibt hiemu Ertlerung vnd den rechten Verſtand / was füͤr ein Geiſt feye in D. Hunnen / D. Potycarpi / vnd des dritteni welchen ſie inn ſich ſchleppen / Lere / da dieſe alle vnter einander in einem Geiſi einerley Grund / dieſe Lere vnter den Henden haben / allein das es die zu Wittemberg / eiwas ſubtiler fuͤrnemen / ale dieſer Man. Iſt aber ein Kuchen vnd ein Geiſt/ ſonſt wuͤrden ſie ein⸗ ander ſo getrewlich nicht zuſpringen.
Das D. Oſiander dieſe ſeine grewliche Lere / durchauß in ſeine Predigt geſteckt habe.
Enn D. Oſiander Buß theie / ſeine Lere enderte / oder bey der Enderung bliebe / welche er zu Mumpelgart fuͤr genomen / vnd da jme hernach D. Samuel Huber fein auff die Fuͤſſe halffe / mit allerley gruͤndlicher Vnterweiſung fo konte man der Sachen noch wol helffen / Aber der Man beſte⸗ het nicht bey ſeiner Verenderung / vnd bey empfangener Chriſt⸗ licher vnd guthertziger Vnterrichtung / ſondern felt widerumb zu ruͤcke Vnd das ſchwer in dieſem fall iſt / verthediget widerumb ſeinen alien Grewel / vnd darff dennoch mit vnuerzagtem / froͤ⸗ lichem Hertzen / Mund vnd Muth nicht herſur tretten / ſondern — ſeine arme / vnſehlige Lere nur mit halbem Mund herfur geben. Wie er aber erſtgemelde Leren in ſeiner Predigt hin vnd wi⸗ der eingeſtecke vnd eingeſtrewet habe / das wollen wir jme nach nouurffi wol zeigen. C 3 Deñ


