Georgen Ludwigen Freyhern zu Zuſtinen/ꝛe.
nnder alle Hayden den gehorſam des glaubens auff
zurichten. Darumb / was vnſer Breutigam / der Her
Chriſtus redet / das ſollen wir einfeltig glauben / vnnd jhm
ſeine Wort nicht in zweifel ʒiehen. Wie vbel ſtunde es ei⸗
nem Weib an / wann yhr Eheman vor ehrlichen leuten
etwas ſagte: Sie aber ſchluͤg den gayfer draͤber / vnnd ließ
ſich vermercken / das ſie ſelbigs fuͤr ein iuͤgen hielte⸗ Es
hat Johannes der Euangeliſt nicht vergeblich geſchriben: Joan. 3. Wer Gottnicht glaubt / der macht jhn zum laͤgner. Da⸗ numb ſoll die Chriſiliche Gemein jhren Breutigam nicht 2. Cor no⸗ in ſeinen worten lugenſtraffen: ſondern jhr vernunfſt vn⸗
der den gehorſam Chriſti gefangen nemen: Vnd billich oſ. ⁊⸗ betrachten / das jhn Chꝛiſto alle ſchatze der Weißheit vnnd
Erkentnuß verborgen ligen.
Zum andern / iſt die Chriſlliche Gemein dem Herꝛn Chriſto/jhrem Breutigam / ſchuldig den gehorſam in ei⸗ qehotſem des nem Chriſtlichen leben vnnd wandel: Das ſie von her⸗ lebeno. ken thue/ was vnſer Her: Chriſtus von jhr etfordert: vnd mit allem fleiß vermeide / was vnſerm Hermn Chriſo ʒu⸗ wider iſt. Darumb ſchreibet S. Paulus: So ciner ( Chriſius fůͤr alle geſtorben iſt / ſo ſind ſie alle geſtorben: ¶das iſt: vor Gott iſt es ſo vil /als weren ſie alle geſtorben)
Vnd er iſt darumb fůr alle geſtorben: Auff das die / ſo da Cor. leben / hinfort nicht yhnen ſelbſten leben / ſonder dem / der fur ſie geſtorben vnd Aufferſtanden iſt. Der wegen iſt die Chꝛiſtliche irch ſchuldig / ſhr gantzes leben dahin zu⸗ richten / das es zur Ehr des Allmachtigen / vnnd zu heyl vnnd wolfahrt des Naͤchſten gereiche. — F 2 Zum


