Bochzeit Predig / diß Wolgebornen Serin / rn ein Chriſus (der vns ſein Leib vnnd Blut im Heyligen Noachtmal zu gebẽ verſprochen) nicht ein gemeiner Maßñ / ſonder der ewige Sohn Gottes / vnnd der Hen Himmels vnd der Erden ißt / dem nichts vnmůglich. Darumb wail er die warheit iſt / wirdt er vns nicht betriegen: vnd weil er allmãchtig iſt/ kan er laiſten vnd mit der that wahr machẽ/ alles was er vns in ſeinem heyligen woꝛt verſpꝛochen hat. Vnd kan ein Chꝛiſt ein fein růwig gewiſſen behalten / wañ er in Chꝛiſilicher einfalt / recht vnnd ſchlecht glaubt / was vnſer Herꝛ Chriſtus geredt vnd verſpꝛochen. Dann Got⸗
tes woꝛt kan vns nicht liegen.
Joan. 44‧
Die Chriſilich Wir voͤllen nun mehr auch vernemen / was die Ge⸗ — ſpons Chriſii/ nemlich die Gemein Goties / hrem Breu⸗ den Gehorſam/ ligam Chriſto ſchuldig iſt Vnd das kan furs angezeigt in allen dingen werden: Daran wir aber doch vnſer lebenlang gnug zu⸗ ſchuldig. thun haben. Diſes begreifft S. Paulus in dem verleſnen *pheſ z. Text / mit diſen kurtzen worten: Wie die Gemein iſt Chꝛi⸗
ſio vnderthan / Alſo auch die Weiber jhren Maͤnnern in allen dingen. Darauß lauter zuuerſtehn / das die Gemein dem Hertn Chꝛiſto / in allen dingen / gehorſam vnd vnderthaͤnig zu ſein / ſchuldig iſt. Diſer gehorſam abe⸗
Geʒorſam de⸗ ſteht fuͤrnemlich in dreyen ſtucken. Das erſtejiſt der Ge⸗
horſam des glaubens Nemlich! das die Geſpons Chꝛiſii⸗ jhrem Breutigam glaube: vnnd nicht woͤlle witziger ſein /
Pronerb. 3. dañ jhr lieber Breutigam / welcher die Weißheitdes Vat⸗
Manh *1. ters felbſt iſt. Von diſem gehorſam redet S. Paulus/
daerfagi: Wir haben empfangengnad vñ —— —
1


