Storgen Ludwigen Freyherin zu Juſtingen/n · vnd den entlichen ſeligen Sig erhalten moge · Diſe Him⸗ lſche Speiſe / tranck vnnd Narung /hat vns vnſer lieber Breutigam / der Herꝛ Chꝛiſtus / verheiſſen vñ veroꝛdnet/ da er das heylig Abenmal eingeſett / vnd bey dem erſien theil des . Satraments geſagt: Nemet hin / vnd Eſſet: Das iſt mein leibꝛ der fůreuch gegeben wuͤrdt: bey dem andern chell aber/geſprochen Trincket alledarauß/ Dziſt mein Blut: des Newẽ Teſiamentsſdz fur euch vergoſſen wirt / zu vergebung der Sunden. Vñ dieweilim Newen Teſta⸗ ment nicht (wie im Alten) figuren vnnd Bildnuſſen ſein· So ſollen wir auch vnder diſen Woꝛtẽ Chꝛiſti nicht etwas Zigurlichs / ſondern den warhafftigen weſentlichen Leib vñ Blut Chꝛiſii verſtehn. Dañ wie gemelte ſyeiß vnd tranck nicht können demhungervder durſt wehren: Alſo wil der getrewe Breutigam Chꝛiſtus/ ſein geliebte Geſpons in ſeiner Herilichen Malzeit des heyligen Abentmals nicht mit Bildnuſſen / figuren / deutungen! vnd Schatten / ſonder mit ſeinem weſentlichen Leib vnnd Blut ſyeiſen / trencken / ſtercken / vnnd erquicken. Welches vns ſouil deſto weniger ergern oder vnglaͤublich ſein ſoll: weil vns der Her: auch in erhaliung diſes Natuͤrlichen Lebens / ein Erempel fůr die Augen ſtelle. Dann man muß ja bekeñen das die Weiber jre Kinder außjhren Brůͤſten mit jhrem Blut ernehren / dann die Milch iſi nichts anders / dann ein wolgekocht ge⸗ plůt / vnnd man alſo wol ſagen mag das ein ſeugend Weib ſr Kind / mit jhrem Fleiſch vnnd Blut ernehre. Vnndob gieich ſolches vor vnſer Menſchlicher vernunfft ein ſeltam
enſehen hat: ſollen wir doch vnſer Breuti⸗
gam
Mar. 26. Mar. 4⸗ 1* Cor. 114


