u. Cor. 11.
Rom. 14 Gal. 6.
Bochzeit Predig deß Ehrnueſten Sertn / Serin
ſym H. Abentmal geſchicht handelt / lehreter vnß nich!
das wir vnſern Nechſien / der neben vnß Comiunieirt/ pꝛůfen ſole / ſondern ſagt / der Menſch aberprüfe ſich ſelbſi: ſich ſelbſten (ſagt S. Paulus) ſol der průͤſen der das H Nachtmal wardigklich empfahen will. Dañ vnſer nechſi⸗ er ſteht vnnd fellt feinen Herꝛn· Vund wirdt ein ſeder ſein aigne laſt tragen. Darumb wo wir ein Chꝛiſtliche gemein finden in deren Gottes woꝛt lauter gepꝛedigt/ vnnd die H. Satramenia nach der Ordnung Chꝛiſti gereicht/ ſoll wir vnß von einer ſolchen Chꝛiſtlicht Gemein nicht abfuͤndern ob ſie gleich im leben vnnd wandel nicht aller dings Engel rein befunden werden.
Laſi vnß aber ferner hoꝛen / was der Herꝛ Chꝛiſtus ſeiner geliebten Geſpons der Chꝛiſtlichen Semein / fuͤr fernere
cpriſius neh⸗ wolthaten / auch in diſem leben erweiſet. Dannerreiniget
ret ſein gemein: Speiſet vnnd trencket ſie mit
ſie nicht allein im Heyligẽ Tauff / ſonder ernehret ſie auch · Welches S Paulus in dem verleſnen Teyt mit diſen
ſinem Leid vñ woꝛten lehret / da er ſagt· Niemand hat jemals ſein eigen
Blut⸗
Fleiſch gehaſſet / ſonber er nehret es vnd yfleget ſein/ gleich
wie auch der Her die Gemeine: Wie nehret dañ der Herꝛ Chꝛiſius ſein geliebte geſpons; Zwarler verſchaffet der⸗ ſelben auch die Leiblich jrdiſche narung/ vñ vnderhaltung / zur noturfft / in diſer Welt. Aber er laſi e dabey nicht blei⸗ ben / ſondern er gibt ſhr auch Geyſtliche vñ Himliſche ſyeiſ⸗ ſe vnd tranck / dardurch er ſie zum ewigen leben ſpeiſet vnnd xrencket / damit der inwendige Newgeboꝛne Menſch geyſt⸗ licher weiſe wachſe vnd zuneme / jmmer jelenger jeſtercker werde vnnd im Kampf (wider die boͤſe Welt/ wider das verderbte Flaiſch / vnd wider den leidigen Sathand ,


