Hochzeit predig deß Wolgebornen Bern, Eerm Zum dritten / iſt die Chꝛiſtliche Gemein ſhꝛem Breuti⸗
ehorſam des gamn ſchuldig / den gehoꝛſam des leidens dannob wir wol
leidens⸗
Roem⸗ 3.
Cor. 8.
Rom. 8. 2% Core 4
nicht darumb anfechtungen vnnd widerwertigkeit leiden duͤrffen / vnſere Suͤnd dardurch zu buͤſſen vnnd zu bezalen: dann der Herꝛ Chriſtus hat alle vnſere Suͤnd gebůͤßt / vnd volkom̃enlich beʒalet / jedoch můſſen wir mit vnſerm Herꝛn Chriſto in diſer welt etwas leiden: wollen wir anderſt mit jhm zur herꝛligkeiterhaben werden. Es geht doch in diſer Welt alſo zu / das ein Eheweib mit jhrem Ehemanmuß boͤſes vnd gutes leiden. Vnd wie ein Weibjres Ehemans
herꝛligkeit theilhafftig wirdt: Darumb man ſagt Vxor
corruſeat radijs mariti: Alſo muß auch ein Weib vnder⸗ weilens mit jhrem Eheman ins Ellend ʒiehen / vnd miijm armut leiden. Darumb weil vnſer Breutigam Chriſtus armut vnnd jamer in diſer Welt / vns zu gutem / erlitten: ſollen wir auch vns nicht beſchweren / vmb ſeinet willen / vnd wie es jhm gefelt / allerley widerwertigkeit vnnd vng⸗
mach in diſer Welt zugedulden. Vnd das ſouildeſiomeh
weil wir wiſſen das alles ʒeitlich trůͤbſal niches zurechnen iſtlgegen der ewigen vnauſſprechlichẽ herꝛligkeit / mit deren vns vnſer Heiland vnd Breutigam Chriſtus in jener welt zieren vnd ſchmucken wirdt. Dann S.· Paulus ſagt das alles leiden diſer ʒeit nicht werth ſey der Herꝛligkeit / die dort ſoll an vns offenbar werden· Vnd abermal ſchreibt er vnſer trůͤbſal die zeitlich vnd leicht iſſchaffet einwige vñ vber alle maß wichtige Herꝛligkeit / vno die wirnicht ſehen auff das ſichtbare/ſondernauff das vnſichbare. Dañ was
ſichbar iſt / das iß zeitlich / was aber vnſichbar iſt / das iß
ewig. * Alſo


