Georgen Ludwigen Ferpheran zu Juſtingen / c.
war willens / alſo im vnwjllen widerumb heim zuziehen. Vnnd zwar) wann er auff ſeiner meinung gebliben / were er niermehr rein worden. Als jhne aber ſeine diener ver⸗ mahneten er ſolle dem Raht des Propheren folgen: Vnd er ſich hernach im Jowan ſibenmal wuſche / wurd er rein: Er lehrnet auch den rechten wahren Sort erkennen / vnd /ſt nicht allein am Leib /ſondern auch an d Seelgeſindt wor⸗ den. Alſo/ weil der Her: Chnſtus eingeſett vnnd befohlen das wir in heyl gen Tauff ſollen von Sünden gereiniger werden wil vnß keins wegs gebuͤren / das wir den heyligen Tauff fur ein vnkreſſiig Waſſer anſchen / ſondern ſollen veſtigklichen glauben das im Tauffdie Erbſind vnnd be⸗ gangne Miſſethaten abgewaͤſchen / bas ſie vor Gott vnnß nit zugerechnet werden. Darumb laſſen wir auch vnſere Junge kinder Tauffen / auff das ſie von Suͤnden gereinig⸗ et Newgeboꝛn / kinder Gottes / vnnd Erben des ewigen lebens werden.
Wiil aber S. Pauſus ſagt / Chriſtus hað ſein Ge⸗ Ob die Chriſt⸗ mein gereiniget / durchs Waſſerbad im wort / auff das er Ihm ſelbs der ſtellet ein Semein / die Herilich ſey: die nicht ler dings tein hab ein flecken vder runtzel / oder des etwas / ſonder / das ſie ſey. . Hehlig ſey vnnd vnſtreſlch· So wuͤrdt gefragt: DObein Chriſt in diſem zergencklichen leben koͤnne gantz volkom̃en / vnd ſolcher geſtalt vnſtreflich ſein / das man an jhme nichts billich tadlen oder ſtraffen koͤnne: Item / Ob auch ein ſolche
riſliche Gemein auff Erden ſey / in deren lauter from̃e riſten / vnd allerdings vnſtrefliche Leut gefunden werden / vnd in fahl bey einer Chriſtlchen Gemein Ergerniß he⸗ fundenob ſich ein Chniſt darumb von der ſelbigen Gemein abſondern/


