Georgen Ludwigen Fe eyherin / zu Zuſting Ahe.
zeigt der Her: Chꝛiſtus die vrſach an. Warumb diſe an⸗ dere geburt geſchehen muͤſſe / nemlich / weil vnſere Erſte ge⸗ burt fleiſchlich vnnd ſindlich iſt. Darumb ſagt er: Was vom fleiſch geboren iſ / das iſt fleiſch / vnd was vom Geiſt geboꝛẽ wirt / das iſt Geiß / dz iſt ſounl geſagt: Der Menſch iſt ſeiner erſten Geburt nach gantz fleiſchlich geſinet: Das ticten vnd trachten ſeines Hertzens iſt nur boͤſe von iugent auff: Aber fleiſchlich goſinet ſein iſt ein feindſchafft wder Gott: Vnd kan Gott an einem ſolchen Menſchen kein ge⸗ fallen haben. Sol er aber Goit dem Herin gefaͤllig wer⸗ den / ſo muß er ein geiſtlicher Menſch werden / der geyſtlich geſinet werde. Daß geſchicht aber im heyligen Tauff / da der Menſch auß Waſſer vnnd Geyſt wider geboꝛen / vnnd
ein liebes kind Gotteswirt. Hie moͤchte jemand gedencken: Wie kan ein wenig Waſſer zur vernewrung / widergeburt / vnd ſeligkeit etwas thun oder wircken. Es berurt doch nur euſſerlich den Leib / vnd nicht das Hertz ? Antwoꝛt. Wann der heylig Tauff nit von Chꝛiſto eingeſetzt vñ befolhen weßre·auch di Git⸗ liche verheiſſung nit dabey wehre / das vns Goet wolle ſelig machen durch dieſes Bad der widergeburt / ſo were Jader Tauff anderſt nichts / dañ als ein ander vñ gemein Waſſer anzuſehẽ. Dieweil aber Gottes gebott vnd verheiſſung da⸗ bey iſt / das wir den heyligen Tauff als ein Bad der wider⸗ geburt gebꝛauchẽ ſollen / ſo wil ſich nit gebuͤren / dz wir allein auff das Waſſer vñ nicht auch auffdz woꝛt ſehen vñ dieſes Sacrament fuͤr ein ſchlecht oder vnnotwendig werck haltẽ: Dañ alſo wurdẽ wir Gott vnſerm Heren ſein? Goͤttlichen raht verachtẽ / vns ſelbß zum ſchaden vñ ewigem verderben · E Dann
Gen · 6. 8.
Rom. 8⸗
Ob der Waſſer tauff konne et⸗ was zu vnſer ſeligken wärck⸗ M⸗


