Watth. 28. WMar. 16 Tit. 3
Epeſ. 2.
Joan. 3
Bo hʒeit Predigen des Ehrnueſten Serin./ Serin Herꝛ Chriſtus ſein Gemein von den Sünden reiniget / der Heilige Tauff / da ein Menſch mit Waſſer / im Namen des Vatters / des Sohns / yñ des Heiligen Geiſts getaufft wirdt / diſes nennet der Heilig Apoſtel Paulus / ein Waſſerbad im Wort / das nemlich / Gottes wort hat / vnd derwegen nich ein Gemein Waſſerbad iſt / wie ſonſien ein Bad / in welchem die euſſerliche vnſauberkeit des leibs ab⸗ gewiſchen wurdt. Sonder es iſt ein Waſſerbad in Gottes wort verfaſſet vnnd gegruͤndet. ¶ Dann bey den Heiligen Tauff hat m mn einen befelch Gottlichs worts / das man
Tuuffen ſoll/ im Namen Gottes des Vatters / des Sons / vnd des Heyligen Geiſts. So iſt auch bey dem heiligen
Tauff ein Gottlich wort der verheiſſung: das lautet alſoꝛ Wer glaubt / vnd getaufft wirdt / der wirdt Seelig werden · Darum̃ ſchreibt S. Paulus võ heiligẽ tauffalſo: er mach⸗ et vns Seelig/ durch das Bad der widergeburt / vnd ernewerung des Heiligen Geiſts. Dann dieweil wir vnſer erſten Geburt nach / kinder des zorns vnd gantz ver⸗ derbt ſein/ iſt es ein Notturfft / das wir im heyligen Tauffl durch den Heiligen Geiſt der bey dem Tauff wuͤrcket er⸗ newert / von Sůnden gereiniget / vnd auß Adams Kindern/ Gottes kinder vñ erben des ewigẽ lebenswerdẽ. Darumb pat der Herꝛ Chriſtus vom Jeiligen Tauff (wie notwen⸗ dig vnd nutzlich derſelbig ſey) alſo gelehrt: Es ſey dañ das jemand gebornwerde / auß dem Waſſer vnd Seiſi⸗ ſo kan er nicht in das Reich Gottes kommen · Hie faſſet der Her: Chriſtus das Waſſer vnnd den heiligen Geiſt zu⸗
ſamen: als dardurch die wider geburt geſchehe .


