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Ein Ermahnung vom Ehestand : Sambt einer Predig, von der Geistlichen Eheuerlobung, zwischen dem Herrn Christo, vnnd seiner Geliebten Gemein : Bey dem Hochzeitlichen Ehrnfest, deß Wolgelbornen Herrn, Herrn Georgen Ludwigen von Freiberg, Freyherrn zu Justingen vnd Opfingen, [et]c. Vnd des Wolgebornen Frewlins Barbara Gräuin zu Eberstein, [et]c. : Gehalten zu Justingen, den 5. vnd 6. Aprilis, Anno 1589 / Durch Lucam Osiandern, Doctorem, Würtenbergischen Hofpredigern
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werck vnnd bewweiſet ein ſolch vngehorſam Weib e ſolchẽ mrutz nit nur jtem Eheman / ſondern Gott en ſich Wide dem Allmaͤchtigen / der dem weib den Manzum Son haubt herꝛn geſetzt hat. Gleich als wañ eines

Herin vnderthan ſeines Vogts Amptlichen ge⸗

bůͤrlichen befelh verachtet / oder ſich dem ſelbigen widerſetzt: ſo erweiſet er ſolchẽ vngehorſam nicht

nur ſeinem Amptmã /ſondern ſeiner hoht Obrig

keit / welche jhne auch wol weiſt gebuͤrlich daruber

zůſtraffen: Alſo pflegt auch der Allmachtig der

Wetber vngehorſam gegen jhren Maͤnnern⸗

(alsder wider GOtt ſelbſi iſi) mit allerleyſtra⸗

fen heimzuſuchen. Dagegen waiein Weib jren Mañ ehelich

dnd werth helt / ſich ſeines willens von hertze be⸗ Gehe⸗ 3 .

fleiſſet /zuthun was jm lieb angenemißt / zuguteche. meiden / was jm leid vnd zuwider iſi / ſo hat ſiejres Mans hertz gleichſamin jrer hand / dz er ir guts thut / ſie hinwiderumb liebet vnd meidet / ſo vil er kan / was jhr zuwider ſchaͤdlich iſt. Vnd her⸗ ſchet alſodas Weib/eben in dem / dz ſie vnderthan iſi vnd gehorſamiſi. Wann aber das Weib jren kopfauff ſetzt / vnnd ſtreitig iſt / ſo wendet ſich des Mañs hertz von jr / windt jr abhold / vnd kan ein weib / durch jr halsſiarigkeit verurſachẽ / das er⸗ B 5 gers