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Ein Ermahnung vom Ehestand : Sambt einer Predig, von der Geistlichen Eheuerlobung, zwischen dem Herrn Christo, vnnd seiner Geliebten Gemein : Bey dem Hochzeitlichen Ehrnfest, deß Wolgelbornen Herrn, Herrn Georgen Ludwigen von Freiberg, Freyherrn zu Justingen vnd Opfingen, [et]c. Vnd des Wolgebornen Frewlins Barbara Gräuin zu Eberstein, [et]c. : Gehalten zu Justingen, den 5. vnd 6. Aprilis, Anno 1589 / Durch Lucam Osiandern, Doctorem, Würtenbergischen Hofpredigern
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Die Weiber follen jhretNen ver fuͤꝛchten.

Prſachen war⸗ umb die Weib⸗ er jhren Män⸗ nern ſollen vn⸗ derthenig vnnd gehorſam ſein.

Epbeſe 5. Gen. 3.

ren / den Abrahamin jhrei Hettzenehtlich vnd hoch gehalten. Ja es will S. Paulus / das die die Eheweiber jhre Maͤnner nicht allein ehe⸗ lich halten / ſondern auch die ſelbigen Fürchten ſollen. Dannes ſieht einer Chriſilichen Ma⸗ tronen vbel an / wann es jyr gleichgut/ jhr Mañ zuͤrne mitjhr/ oder Lache. Vnd / wannſie vnge⸗ ſcheucht vnnd furſetzlich thun darff / darůber hr Eheman vnluſtig / vnd zormig wurdt. Ein fromb wab aber fuchtet vnnd verhutet jhres Ehemans Zorn ſo wol / als die ßraich, welches Weib ſich vor dem erſten ſireich Hutet / die iſt vor den andern allen geſtchert. Damit die Eheweiber den ſchuldigen gehor⸗ ſam / hren Ehemennern gutwillig vnd von hertzẽ leyſten / haben ſie deſſen nachfolgende vrſachẽ an⸗ zuhoren / vnd fleißig zubetrachten. Es iſt Ja nicht ein Menſchliche/ ſondern Gottes otdnung vnd befelh / das di Weiber jhren Ehemaͤnnern ſollen vnderthenig vnd gehorſam ſein/ dann der Mann iſi des Weibs Haupt / wie S Paulus ſchreibt vnd Sott ſagte zum Weib dein will ſoll deinem Mañ vnder worffen ſen / vnder ſoll dein Hert ſein. Darumb wann ſich das Weib wider iren Mañ auffleinet / ſo iſ ſolches ein aufftun .