Ein Pꝛedig von den widerumb rein vnnd vnuerfelſcht der Chꝛiſtenheit / ſo
můndtlich / ſo ſchrifftlich fuͤrgetragẽ. Doctor Luther /
Seliger vñ Heiliger gedechtnuß / hat diſe Lehr von der Goͤttlichen Maieſtet / ſodem Menſchen Chuſio mitge⸗ theilt / nicht nur mit einer vngefahrlichen red / oder mit wenig zeilen angeregt. als ob jhme ſolches vnbedecht⸗ lich / oder auß hitz gegen ſeinen widerſechern / entfallen were. Sondern hat diſe Chꝛiſtliche lehr in dem Ser⸗ mon vom Abentmal: Item im Buͤchlin / das die wort Mas iſi mein Leib) noch feſt ſtehn· Item / in ſeiner groſ⸗ ſen bekandtnuß vom Abentmal (vnndin andern mehr ſeinen ſchrifften) durch etliche gantze bogenbletter auß⸗ gefuͤhrt / vnd mit Bottes wort wider die Sacrament ⸗ ſchwermer erwiſen. Philippus Melanchton hat noch Anno / .⁊9. eben diſe iehr auch gefůrt · da er in der Eyi Nola ad Oecolampadium ſchreibt. Er bleibe bey dem Spruch Ghuſti: Sihe / Ich bin bey euch alle tag / biß an der Welt end. Vnd er koͤñe es nicht gut heiſſen / das man die Gottheit vñ Menſchheit in Chriſio von einã⸗ der trenne. Pomeranus hat diſe lehr in ſeinen ſchriff⸗ tẽ gefuͤhrt. Deſſgleichẽ hat auch Vrbanus Regius in ſeinem langen vñ ſchoͤnen Chꝛiſilichen dialogo diſe lehꝛ der kirchẽ Gottes fuͤrgetragen · Vñ moͤchtẽ noch vil fůr trefflicher Lehrer ſchrifften angezogen werden / woich mich nicht geliebter kurtze befliſſe vnd dergleichẽ ʒeug⸗ nuſſen hieruon in guter anzal zuſamen gefaſſet / noff⸗ entlichẽ truck / vor diſer zeit / wider die Zwinglianer an den tag weren gegeben worden. Das


