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Ein Predig Avß dem vierten Capitel des Euangelisten Matthei : Von den Versuchungen Christi : Darinnen auch gehandelt würt, von der Person Christi, Vnd von den gantzen, halben, vnd haimlichen Zwinglianern : Gehalten auff der Fürstlichen Vestung Hohenasperg, den 12. Februarij, Anno 1581 / Durch D. Lucam Osiandrum, Würtenbergischen Hofpredigern
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Ein Pꝛedig von den riecht nicht mehr: die Hend greiffẽ nicht: die Fuß wan⸗ dlen nicht. Darauß auch ein gemeiner Ley vernemen kan / das es ein vnderſchidliche ſubſtantz iſi / die Seele: vnd ein andere ſubſtantz / der Leibe. Wann aber Leib vnnd Seel beyſamen ſein / ſo theilet die Seel dem Leib nicht allein dz leben / ſondern auch andere krefften mit / die doch der Seelen eigne krefften ſein. Dannoch kan vnnd ſol man nicht ſagen / das darumb die Seel in den Leib verwandelt / oder dz die ʒwo ſubſtantzẽ / des Leibs / vnnd der Seelen / in ein ſubſtantz vermiſchet werden: ſondern / man waiſt / was des Leibs aigenſchafften / vnnd was der Seelen aigenſchafften ſein. Alſo auch helt es ſich mit den beiden Naturen in Chꝛiſto / das der Sohn Gottes ſeiner angenomen Menſchheit ſeine Gottliche aigenſchafften mittheilt / (wie die Seel dem Leib) vnnd bleibt er dannoch der ewige Sohn Gottes / vnnd wirdt die Menſchheit Chuifti nicht in die Gott⸗ heit verwandelt: Gleich wie der Leib nicht in die Seel⸗ der kole nicht in das Fewr· vnnd das Eiſen auch nicht ins Fewr verwandelt wirdt. Diſe mittheilung der Gottlichen aigenſchaff⸗ (welcht auß der perſoͤnlichẽ vereinigung beider Natu⸗ ren in Ghuſto herfleuſl) iſt fleiſſig von den alten Vaͤt⸗

an. Dia tern gelehrt worden. Fyrilius ſagt. Vrhum B0 N4

ſuæ · Naturæ propri corpori (MMMI4 S0LET FA⸗ (xRn: das iſ: Das Wortenemlich / der Son Got⸗ tes pfleget die gůter ſeiner Natur ſeinem eignen Leib

mitzutheilen.