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Verſichungen Chꝛiſtt. gelebt/ vergleicht die Menſchheit Chuſii einem glůͤwi⸗
gen kolen In einem glůtige kolen aber ſind auch zwey
vnderſchidliche weſen / nemlich / das Fewer / vñ der kole: Vnnd wirdt darumb ein kole nicht in die ſubſtantz des Fewers verwandelt / darumb das er glůwig i / dan⸗ noch iſt zwiſchen einem gluͤwigen kolen / vnd einen kal⸗ ten ſchwartzen kolen ein ſehr groſſer vnderſchid / vnnd ſeind doch beid an jnen ſelbſt nichts /dañ ein gebrandt Holtz / vndmoͤgen wol beide (der glůwig vnd der kalte) von einem Baum herkommen / vñ wol auch an einan⸗ der geſtanden ſein. Diſe gleichnuſſen haben wir heu⸗ tigs tags nicht aller erſt erdacht / ſondern die Heiligen Vaͤtter habẽ /lenger dañ voꝛ tauſent jaren / die vereini⸗ gung beider Naturen in Chiiſto mit diſen gleichnuſſen etlicher maſſen abbilden woͤllen. Laſt vns noch eine hoͤ⸗ ren. Achanaſius ſagt in ſeinem Symbolo / das man in der Kirchen zuſingen pfleget / welches auch publicam aulhoritatem jetzt vil zundert jar in der Chuſtenheit hat:
Gleich wie Leib vnd Seel ein Menſch iſt / ſo iſt Gott
vnd Menſch ein Chꝛiſius. Nun wiſſet jhr ja wol / das des Menſchen Seel mallen Glidern des Leibs iſi / ma⸗ chet ſie alle lebendig / vndtheilet den Menſchlichen Gli⸗ dern das leben mu: welches eigentlich der Seelen zuge⸗ hoͤrt. Dann / ſo balddie Seel auß dem Leib abſchen⸗
det / ſo lebt vnd empfindet kein Glid nichts mehr: die Augen ſehen nicht mehr: die Ohren hoͤren nicht mehr: die Zung ſchmecket oder koßtet nicht mehr: die Naſe
Dih rriecht


