Ein Pꝛedig von den mittheilung der Goͤttlichen aigenſchafften die Naturt in Shꝛiſto vermiſchet / die Menſchliche Natur auffge⸗ haben / oder die Menſchheit in die Gottheit verwan⸗ delt werde. Dañ es kan wol ein (ommunicatio Idiomatũ geſchehen / das die Goͤttliche Natur der Menſchlichen
Ihr Heriligkeit vnd allmechtige Krafft mittheilet / vnd
dannoch kein Natur in die ander verwandelt werde.
In ſermone de ntauatate Chrj-
ſilius / da er von der Menſchwerdung des Sons Got⸗
u tes handelt / vergleicht er die Menſchheit Chꝛiſti einem
Fewrigen Eiſen: barumb / das ſie vol Gottheit iſt vñ die wirckungẽ vñ krafft der Goͤttlichen Na ur em⸗ pfangen hat Nun wiſſet jhr ja alle wol / wañ ein Eiſe glawig wirdt / das es leuchtet vnnd brennet / welches beides feind aigenſchafftẽ / nicht des Eiſens / ſonderndes Fewers / das im Eiſeniſt. Dannoch brennet vñ leuch⸗ tet ein ſolch Eiſen / ʒwar nit auß ſeiner eignen / ſondern
auß der frembden / vnd doch mitgetheilten krafft vnnd
aigenſchafft des Fewers. Wer es nicht glauben will / der greiff ein F̃ewrigs Eiſen an / ſo wird ers freylich er⸗ fahren / was es vermoͤge. Dannoch wirdt darumb nit das Eyſen in das Fewer / noch das Fewer ins Eiſen verwandeit: ſonder es bleiben zwey vnderſchledne we⸗ ſen / nemlich / ein anders / das Fetwer / vnnd ein an⸗ ders / das Eiſen· Vñ ſeind dannoch alſo zuſamen ver⸗ einiget / das man mit einem fewrigen Eiſen ſo che ding verrichten kan / welche mit einem kalten Eiſen zuthun
vnmoglichwere. Kyrillus / der auch voꝛ tauſent jaren gelebt /
Deſſen nemet ein gleichnuß oder zwo. Der heilig Ba⸗
—


