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Ein Predig Avß dem vierten Capitel des Euangelisten Matthei : Von den Versuchungen Christi : Darinnen auch gehandelt würt, von der Person Christi, Vnd von den gantzen, halben, vnd haimlichen Zwinglianern : Gehalten auff der Fürstlichen Vestung Hohenasperg, den 12. Februarij, Anno 1581 / Durch D. Lucam Osiandrum, Würtenbergischen Hofpredigern
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Perſuchungen Chꝛ iſti.

Was ſoll ein Ghriſt hierzu ſagene Er ſoll mit dem Herin Chniſto zu dem Zenffel ſprechen: Heb dich weg von mir Satan · Dañ es ſteht geſchuben: Du ſolt an⸗ betten Gott deinen Herin / vnd jm allein dienen ꝛc. Du Satan biſt nicht mein Gott: du biſt nicht mein ſchoͤpf⸗ fer: ſonder biſt ein verfluchter boͤſer verdampter Geiſi.

Troll dich in abgrund der Hellen / dahm du gehoͤreſt.

Ich ſoll meinem Gott dienen / vnd jhme Ehr beweiſen / ja jhme allein (vnnd nicht dir ) dienen Will mich mein Gott in diſer Welt reich vnnd hertlich machen / ſo kan

ers wol thun: vnnd darff dein nichts darzu. Will ers

dann nicht thun / ſo will ich jhme in gedult ſtill halten / vnd mich an der narung vnnd ſtand / ſo er mir gibt vnnd ordnet / benuͤgen laſſen. Du Satan biſt ein verlogner

Geiß / der du vil verheiſſeſt / vnd wenig / oder auch gar

nichts / helteſt. Vnnd wann du gleich mir hielteſt / vnnd mir die gantze Welt (die doch nicht dein iſi) ſchencken koͤndeſt vnnd wolteſt / was helffes mich / wann du mir darnach / fuͤr das anbeten / vnnd fur meine dienſt / das

Helliſch fewer zulohn gebeſte Was hiffts einen Men mah . ſchen (ſpiicht Chꝛiſtus ) ſo er die gantz Welt gewinne /

neme doch ſchaden an ſeiner Seele? Oder / was kan der Menſch geben / damit er ſein Seele wider loͤſe⸗ Der wegen will ich dir / du leidiger T euffel / nicht dienẽ / noch dir Hoſſiren oder heuchlen: ſonder bey dem rechtẽ Got⸗

tes dienſt / mit hilff des Allmechtigẽ/ beſtendig biß ans

end verharꝛen / vnnd vmb Reichtumb / Ehren / oder ge⸗ walts