Ein Pꝛedig von den ſtanden / treibt der Satan noch heutigs tags fort / ge⸗ gen vilen Leuten. Da er nemlich einem Chriſten diſe gedancken einſpeyet · Was thuſtu daheimen in deinem
Vatterland / bey deiner Religion ? Sihe / du biſt ver⸗
achtet vnnd verſchmecht / niemands fragt nichis nach
dir· Du kombſi dein Lebenlang beym Lutherthumb nit
herfuͤr: Du leideſt armůt / vnd kanſi dich des huͤngers kaum erwehren. Zeuch hinauß zuden widerſaͤchern: thue ein Aug zů: was ſchadets / wann du ſchon dem Eeuffel ein Liechtlein auffzundeſte vnnd dich in der Re⸗ ligion mit jnen gleichfoͤrmig helteſte vnnd den Luthe⸗ tiſchen ſo vbel redeſt / als jxgend jemands bey dem ge⸗ gentheil· kanſt dannoch den Glauben bey dir in deinem Hertzen behalten / vnnd mit der ʒeit dich widerumb zu der reinen Religion begeben / wann du zuuor Gelts
vnnd Gůts gnuͤg geſamblet / vnnd in diſer Welt ein anſehen / ehr / vnd Herligkeit bekom̃en haſt. Dañ bey jenem theil kan man zu reichtumb vnd ehren kommen bey dem Heiligen Euangelio geht es ſchmal zu. Noch pil ſtercker aber wuͤrdt diſe anfechtung / wann man et⸗ wo auch einem ein groſſe anzal Gelts fuͤrſchůtet / vnd zu jm ſagt / diſes woll man jme verehꝛen / wann er von feiner Religio n wölle abweichen. Vnnd es ſoll bey ſol⸗ cher verehꝛung gar nicht bleiben /ſondernes ſey nur ein anzeigen eins gnaͤdigen willens. Vnnd es müſſe vil groſſers hernach volgen / das man zu groſſen ehꝛen vnnd gůt kommen moͤge.
a
— ——


