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Ein Predig Avß dem vierten Capitel des Euangelisten Matthei : Von den Versuchungen Christi : Darinnen auch gehandelt würt, von der Person Christi, Vnd von den gantzen, halben, vnd haimlichen Zwinglianern : Gehalten auff der Fürstlichen Vestung Hohenasperg, den 12. Februarij, Anno 1581 / Durch D. Lucam Osiandrum, Würtenbergischen Hofpredigern
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Verſuchungen Chꝛiſti.

groſſe Sůnd vnnd geſchehe jm nicht vnrecht / wann jne Gott in ſolcher gefahꝛ verderben lieſſe.

Es hat det Satan mit der erſten vnnd andern ber⸗ ſuchung noch nichts an Chꝛiſto gewonnen. Darumb greiffet er jne mit der dritten Wehꝛ / auff ein andere weiſe an: nimbt jn mit ſich auff ein ſehꝛ hohen Berg / ond ʒeiget jm alle Reich der Welt / jre Hertligkeit / ſprach zu jm· Das alles will ich dir geben / ſo du ni⸗ der felleſt / vnd mich anbeteſt. Mit diſer ver ſuchung hat der Satan den Herin Fhriſtum da in zu bewegen vn derſtanden / das Chuſtus ſolte vmb eichtumb / Ehꝛen Herꝛligkeit / vnd weltlicher Macht willen / den rechten waren Gottes dienſt verlaſſen / vnd jme / dem euffel / dienen. Dañ wer ſich von der war? Religion abwendẽ laſt / falſche lehꝛ oder falſche abgötiſche Gottsdienſi annimbt / der dienet nicht mehꝛdem wahꝛen Gott/ ſon⸗ der dem leidigẽ Leuffel· wañ gleich ein ſolcher Menſch den Namen Gottes ſtetigs jm Mund hat. Wann die Iſraeliter den waren Gotts dienſi / welchen jnender Herꝛ in ſeinem wort fürgeſchriben hate / verlaſſen / vnd die Baalitiſche oder Molochiſche Gottes dienſt ange⸗ richtet getriben: ſo haben ſie nicht dem waren Gott/ ſonder dem leidigen Zeuffel / gedienet: vnangeſeht / das ſie vermeinten / es gereichtẽ ſolche Sottesdienſt zur ehr

des warè Allmechtigẽ Gottes. Darũ ſagt der Pſalm Pfal. c6

von den Iſi gelitem ·ſie opfertẽ jre Soͤn Lochter den

xeuffeln· Diſe verſuchũg welche Ghꝛiſtus alhie außge

ſtanden /