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Ein Predig Avß dem vierten Capitel des Euangelisten Matthei : Von den Versuchungen Christi : Darinnen auch gehandelt würt, von der Person Christi, Vnd von den gantzen, halben, vnd haimlichen Zwinglianern : Gehalten auff der Fürstlichen Vestung Hohenasperg, den 12. Februarij, Anno 1581 / Durch D. Lucam Osiandrum, Würtenbergischen Hofpredigern
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Ein Pꝛedig von den

Indiſem ſpruch hat der Teuffel muůtwillig die wort Fauff allen deinen wegen) auſſengelaſſen. Dann Gott will nicht ſchutz vnnd ſchirm verſprechen / denen / die auß ſeinem Geleit reiten/ vnnd nicht auff jren wegen ¶das iſt / in jrem Beruff) wandlen. Darumb / wann vns der Satan die Schrifft fuͤrwürfft / ſollen wir ſelbige fleiſſig beſehen / oder vns die leſen laſſen ſo werden wir (vermitelſt Gottlicher Snaden ) ſeinen betrug vnnd verfelſchung mercken. Dann er nimbt eintweder etwas daruon oder ſetzt etwas darzun oder bringt ein ſolche außlegung/ welche mit andern kla⸗ ren ſpruchen der Heiligen Schrifft / (oder auch mit den vorgehenden vnnd nachuolgenden woꝛten / nicht beſiehn kan.

Laſi vns aber hoͤren / was Chriſtus dem Satan fur ein andern Spruch entgegen ſetzt / mit welchem erden falſchen verſtand des vorigen Spruchs vmb⸗ ſoſſet. Jeſus aber ſprach zu jm Widerumb ſteht auch geſchriben Du ſelt Sott deinen Herin nicht verſucht.

Diſer Spruch ſteht im fuͤnfften Buͤch Moſis / am

ſechfien Gapitel · Vnd lehret vns Chriſtus alhie mit einem Erempel / wañ vns der Satan will vermeſſen / allzu fraidig frech machẽ / das wir an diſen Spꝛuch gedencken ſollen / vnd Gott nicht verſuchen. Dañ wer ſichin ein gefahr ſeines Leibs / Guts / Ehꝛen / oder der Seelen begibt / da er mit gutem gewiſſen wol hete ſeins

ſelbs verſchonẽ koͤnnẽ / der verſuchet den Herin / thut gr