Wolffgang. Tfun es doch die vom Adel auch/vnndr furnemlch das Frawen zimmer / wie man ſie nennet. Chiſt⸗ xt. — anus. Man mus micht allein was dieſer oder jener
/ Sondern ob er auch recht dran thun. Traimi — Roͤmiſchen Kcyſers ⁊ ran Weib vnd Gemahel wird wew. trawn ſehr gelobet / das ſie dißfals cine maſſe gehalten vnd nicht ſo uxururt/ wenig Jungfrawenvmb ſich gehabi/ vnd wie andere Bürgersweiberfein Erbar gekleidet hereingegangen ſey / vnd darzů hab ſie jhr Herr/ der Keyſer Traianus jelbſt gehal⸗ S ten / ſchreibtecundus. plini ra⸗
negijr⸗ E Sauſtis in catilina e de hello juꝑurth. Schrewt des die voffant eine gemeine Seuche vnd Plage deret vom Adel ſey.
Denn ein Web ſol begnůget ſein an deme / was ſie ſren
Mann rechtes thunſichet. Wenn derſelbenicht Ehrgeinig noch Praͤchtig / et.iſt/ So ſol ſie hme n deme auch nachſol⸗ gen / vnd mit maſſen gekleidet/vnd zůchtig einhergehen. veſpaſ⸗
Tacitus ſchreibt / das der Keyſer vpaſans, welcher die ſteſfte vnd Praͤchtige E tadi Jeruſalem eroͤbert vnd ʒerriſſen hat / das derſelbe dem Stolt / Pracht vnd Hoffart einengroſſen einhalt gechan habe/vnd das er ſich ſell ſt nach altem herkemmen vnnd Brauch ſeiner Lande Artnach verhalten habe. Daher ſie jh⸗ we ale gehorſamlich gefolget / vnd alſo zur folge Ehegetracht worden, denn durch Geſetze vnd Straffe. Wolffgong. Sollen ſich denn die Weibobilder nicht auch jhrem E tunde nach heraus ßreichen vnd ſchmuͤcken? Chnſiionns. Ja wens beim S tande bliebe/ vnnd nicht offt gar vber den Stañdi geſchehe. Denn man ſichetmanche vom 2del, die gehei ge⸗ kleidet vnnd geſchmůrkt nie eine Furſtin eder Graͤffin / dazu ſt nichts / denn alles Außlendiſche frembderacht en ſj nen ju ſe⸗ hen / ſonderlich gehen ſie daher mit langer E cłwaͤntzigften Ro⸗ cken / das ihun jno die Engere vnd anden Waber rnd Jung⸗ frawen auch noch.
nus⸗
Archidqnus


