Tor⸗ 2.
Jungſea Jungfrawen vnd Weibern /ſeind
ve3 Thriſtianus. Freilich ſeind es vnuerſchamte S aͤcke⸗ fli oſffart. ſen vnd lauffen fur Wolluſt vber wie ein ergoſſener Bach ·
pe lxced. Weiber. Denn / wie man lieſet / & ſobat man vot
Clemens. alexmndr. gen erleubet / welchs darumb geſchehen / auff das ſie Ehrlichen
in Pedago Jungfrawen vnnd 9.
wenhette. Chriſtianus. Das iſis auch / das ich ſage vnd klage/ das wir vnbeſunnenen Teutſchen alles nachthun wollen vnd nicht vermercken / wie Nerriſch wir vns damit ʒieren. Der Tuͤrckiſche Barbirer iſt vnlangſi mit ſeinem Schermeſſer nicht weit von vns geweſen / wie wir zwar wol wiſſen. Ringet doch
vollend darnach / das er in vnſere Lande auch kome/ auff das er
euch rechte Vuͤrckiſche Baͤrts etc. mache.
Der Apoſtel Paulus ſchreibet / das es einem Schande ſey / wenn er auffm Heupte lang Haar / wie die Wei⸗ ber tregt / vnd ſagt / das es von Natur vbel ſtehe, Dennn ein Mann ſol nicht ſo Weibiſches / ſondern einco tapffern anſe⸗ hens ſein. Ein ſolch anſehen kan er nicht haben / wenn er ſich mit langen Weibiſchen Haarenʒieret⸗ ob wol vorzeiten etliche Keyſer folche Haar getragen haben / zu dem ende / als newlich gemeldet. Wolffgang Was duͤnckt dich denn vonden
ſie nicht auch ſchoͤne puͤtzen?
Manne eine
Man ſiehet ſie ehe fur gemeine Weiber in jhrer Kleidung vnud
Geberden an / denn fur Chriſtliche/ Züchtige Jungfrawenvnd ʒciten allein
den Buleriſchen vnd Huriſchen Seſinde ſolche Kleider zutra⸗
Weibern / das ſo gar ſchone klemen / ſchmůͤ⸗
cken / ſchmincken vnd butzen abgeweneten / vnd ſie dauon abhiel⸗ ten / denn ſich ſo gar ſchoͤn ſi chmucken vnd zieren / was iſis an⸗ ders / denn alle ſeine Scham vnd Zucht dahin geben vnd verlie⸗ ren Gleich wie vor zeiten die Sab.n⸗ poppecui cunca aliujuere præ⸗ ter honeſtum animium.
& Lamechs Ada, hat dem Soffert⸗ Tauſſel an erſten ge⸗ dienet / denn ſie die rechte Geſchmnuckte vnnd Gebutzte Venus nicht meht ge⸗
er welchet Adams vnd Sut Eichurtzpazlein olten hat . Wolfffgang.


