Fſuiæ 9.
Vorrede.
ſchen Zeugnuſſen: Wir glaubens auch von gantzem Hertzen/
daß wir dort im ewigen / himmliſchen Vatterlandt (da vnſer ewiger Scha tz Pater æternæ vitæ: da vnſer gelobtes Landt! terra illa viuentium: da vnſer ewige Reſidentz vnnd Woh⸗ nung: da vnſer beſtaͤndiges Erb vnd Guͤter )in ewiger / vn⸗ zertrennter / volltommener Liebe widervmb werden zuſam̃en kom̃en Denn wirglaͤuben ein Gemeinſchafft der Heyligen / nicht allein aber am Wortvnnd H. Sacramenten / ſondern auch an allen himmliſchen Guͤtern / der ewigen Seligkeitvnd deß ewigen Lebens / in der aller genaweſtẽ hiliſchen Freund⸗ ſchafft: Wir glaͤuben die Aufferſtehung dieſes vnſers Flei⸗ ſches: Wir glaͤuben ein ewiges Leben.
Vnd eben vmb dieſer troͤſtlichen Artickeln willen / glaͤuben wir auch alle andere Artickel. Vmb dieſer Artickeln willen leyden wir alles williglich / was vns nur Gott zu leyden auff⸗ erlegt / vnnd ſolte es auch mehr als der bitter Todt ſelbſt ſeyn: wir dulden alles: wir tragen alles: wir hoffen alles. Dieſe
Artickel erquicken / ſtaͤrcken vnnd erhalten vns in allerley
Creutz vnd Trůbſalen.
Vmb dieſer Artickel willen / ſo offt es die Noht erfordert!
verlaſſen wir alles: Ja auff dieſe Artickel leben vnnd ſterben wir alleſampt. Vnnd iſt dieſer Troſt / vnnd dieſe lebendige Hoffnung / durch den H. Geiſt dermaſſen in vnſern Hertzen gegruͤndet / daß wir alles hiermit in Chriſto vberwinden / vnd vns nur einig vnnd allein nach dem Ewigen ſoͤhnen: da wir Gott / allen Engeln vnd Außerwehlten / vñ allen vnſern glaͤu⸗ bigen lieben Freunden ewiglich ſollen beywohnen: nit mehr ſterblich / ſondern vnſterblich / nicht mehr im Jammer⸗ thal / ſondern im Frewdenſaal / im himmliſchen Jeruſalem / darinn nicht mehr die Stimme deß Weynens vnnd Klagens gehoͤrt wirdt / ſondern darinn man ſich ewiglich h roͤlich


