Nom. .
Warlich / warlich ſage ich euch / wer mein wort helt vnd glaubt an den der mich geſandt hat / der hat das ewige le⸗ ben / vnd kompt nicht hns gericht / ſondern er iſt vom todt zum leben hindurch getrungen. Vnd lohan.s. So mandt mein wort wirdt halten / der wirdt den tod nicht ſchen ewiglich. Denn obgleich die glaubigen hie ʒeitlich ſterben / ſo ſehen ſie doch den rechten todt nicht / ſondern nur ein ſchatten deß todes / Denn er hat kein krafft oder macht vber dieſelben / ſie zutödten/ Deñ es iſt nichts ver⸗ dam̃lichs an denen die in Chriſto Jeſu ſeynd.
Das voick Iſrael in der wůſten ward ſehr erſchrecket durch die ſchlangen die Gott vnder ſie ſchicket / vnd wor⸗ den auch viel dardurch getoͤdtet / Aber fuͤr der Ehrnen ſchlangen die Moſes auffrichtet/ fuͤrchter ſich niemand / deñ ſie hatte keine gifft. Alſo iſt dertodt wol ſchrecklich den Findern deß vnglaubens / in welchen er maͤchtig iſt / Aber die glaubigen entſetzen ſich nicht fuͤr jhm:diewen jhm das gifft vnnd ſein ſtachel / nemlich die Sůnde vnd der zorn Gpottes / durch Chriſtum genommen vnd zerbrochen ißi / wie r. Cor.i. ſtehet / Todt wo iſt dein ſtachele Holle wo iſt dein ſiege Alſo wirdt auch anders wo der todt der glaubigen einem ſchlaff verglichen / da durch ſie ruhen von jhrer arbeit.
Deñ gleich wie die jenigen / ſo durch ſchwere arbeit deß
tages ſich abgemattet haben / durch den ſchlaff wieder⸗
vmb geſtercket / vnnd newe kraͤfften bekom̃ien: Alſo auch
alle fromme Chriſten / wenn ſie durch viel můhe vnd ar⸗
beit / angſi / noth / trůbſal vnd elend / dieſes ʒeilichen lebens můde / verdroſſen vnd ſatt worden / ſo kommen ſie durch den ʒeitlichen tod zu ruhe / vnd legen alle ſchwachheit abe:
Darumb ſie ſich auch darnach / gleich wie ein tagloͤhner
nach dem Abend / ſehnen / vnd ein hertzliches verlangen haben RAllhie


