25 Alhie / auff erden / vnd ſo lang diß zeitlich leben waͤret ⸗
haben ſie nichts anders zu gewarten als vnfriede / krieg⸗ kampff vnd ſtreit / wie dann deß Menſchen leben ein ſtet⸗ 10b..
waͤrender kampff iſt: nach dieſem leben aber / kommen ſie zu friede / ſagt der Prophet Jeſaias.
Dieweil wir denn / G. im Herꝛen / nicht allein auß die⸗ ſem ſpruch deß Propheten verſtehen / in was großer freu⸗ de vnd herꝛligkeit nun mehr vnſer G. F. vnd Hen iſt / ſon⸗ der auch wir zu der ſeligen vnd lebendigen hoffnung wie der geboren ſeynd / vnd wiſſen / daß ſein F̃. G. nicht wieder zu vns kompt / oder begeret / Sonder daß wir zu jhr kom⸗ men / vnnd mit jhr / ſampt allen auß erwehlten / der ewi⸗ gen freude theilhafftig werden ſollen / So laſt auch diß vnſer troſt ſeyn / welcher vns in dieſen worien deß Pro⸗
pheten fuͤrgehalten vnd angezeiget worden.
Vnd haben alſo E.L. gehoret / was / vnd wie wir in dieſem vnſerem groſſen leyd trawren vnnd klagen ſollen / Nemblich nicht vber den todlichen abgang / deß durch⸗ leuchtigſten hochgebornen Fuͤrſten / der Churf. Pfaltz Adminiſtratoris, vnſers gnaͤdigſten Herꝛen / weil S.F. G. in der ruhe vnd jhm frieden feynd / Sonder vber vn ſere große vnd vielfaltige Suͤnden / vndanck / ſicherheit / verachtung Gottes vnd ſeines Worts / Damit wir vns dieſes trewen Vatters deß Vatterlands beraubet / vnnd den Zorn Gottes auff den Halß geladen haben .
Vnd iſt nun an dem / daß wir vns bevleiſſigen / daß wir in hertzlicher rew vnd leid vber vnſere Sunden / vnd in wahrem glauben vnd vertrawen zu Gott / rechtſchaf⸗ fene buße / vnd fruͤchte derſelben wircken.
Laſſet vnſere hertzen / vnd nicht vnſere Kleider traw⸗ ren vnd klagen / Laſſet vns von gantzem hertzen zu dem Herien vnſerem Gott bekehren / Dann er iſt gnaͤdig ⸗
D barm⸗


