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Leich Predig, Welche bei der Begräbnuß Weiland deß Durchleuchtigsten, Hochgebornen Fürsten vnd Herren, Herren Johanns Casimiri, Pfaltzgraffen bey Rhein, Vormunden, vnd der Churfürstlichen Pfaltz Administratoris, Hertzogen in Bayern [et]c. Christseligster gedächtnuß, ist gehalten worden den 26. Ianuarij Anno 92 / Durch Melchiorem Angervm HoffPredigern
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leib ruhet in ſeiner Schlaffkammer / von aller muhe / ar⸗ beit / ſorgen vnndelend / Darvmb die Schrifft den Tod der glaubigen einem Schlaff vergleichet. S. F. G. leben auch durch einen ewigen ruhm vnnd gedaͤchtnuß / nach der verheiſſung deß Geiſtes Gottes / im . Pfalm. Deh gerechien wuͤrd nimmermehr vergeſſen werden. Es leben auch S.. G. in jhrem geliebten Pfleg Sohn vnnd Vettern / vnſerem gnaͤdigſten Chur vnnd Lands Fuͤrſten/ Herzen Fridrichen Pfaltzgraffen / der durch die gnade Gottes in S. F. G. fußfiapffen tretten / vnd auch in den wegen ſeines Gottes wandlen / vnd den Hern ſuchen wird.

So ſeynd auch S.. G. nicht in der qual / ſondern im frieden vnnd in derruße / wie der Prophet ſaget/ Vnnd Johan. in ſeiner Offenbarung 14. Selig feynd / die in dem Herꝛen Eniſchlaffen / Dann ſie ruhen von jhrer ar

beit. Vnd diß iſt auch der ander troſi.

Der dritte troſt iſt / daß wir auß dieſem tert deß Prophe⸗ ten ſehen/nit allein wie es mit vnſerem G. F. vnd Herꝛen ſo wol ſiehet / ſonder was es endlich auch mit vns fuͤr ein ſeliges end / ſo wir glauben / gewinnen wirdt.

Denn der Prophet beſchreibet allhie den todt der ge⸗ rechten / das iſt / der jenigen / ſo durch den glauben an

Chriſtum ſeynd gerecht / vnd durch den heiligen Geiſt ge⸗

heiliget worden / daß ſie auffrichtig fur Gott gewandlet haben / alſo / daß er ſaget / Sie werden fuͤrm vngluͤck auff⸗ geraffet / kom̃en zu friede / vnd ruhen injhren kammern. Mit welchen worten er anzeiget / daß der tod den glau⸗ bigen nicht ſey ein vndergang / fondern ein eyngang in das ewige ſelige leben / wie der Herꝛ Chriſius ſagt ar⸗