20 golget kurtzlich das Ander:
Vom Troſt den wir bey dieſem trawrigen vnd
betruͤbten fall zu bedencken haben.
Acp troſtet ſich der Prophet Jeremias in ſeiner klag /
Thren.3. v. ⁊2. Die güte deß Herꝛen iſts / daß wir nicht gar auß ſeynd. Seine barmhertzigkeit hat noch kein en⸗
de / ſondern iſt alle morgen new. Der Her betrͤbetwol /
vnd erbarmet ſich wieder nach ſeiner groſſen gůte. Aiſo troſtet vns auch in vnſerem leid vnd betruͤbnuß
der Prophet Jeſaias / da er ſpricht / Die gerechten werden auffgerafft vor dem vngluck / vnnd die
auffrichtig gewandlet haben / kommenzu frie⸗
de / vnnd ruhen in jhren kammern.
In dieſen worten helt er vns dreyerley Troſt fuͤr: Erſtlich ſagt er / ſie werden auffgeraffet / Nemblich von dem Herꝛen .
Dann gleich wie fromme vnnd Gottſelige Fuͤrſten vnd Regenten / allein von dem ewigen vnd Allmaͤchtigen Gott / der die Konigreich vnd Fuͤrſtenthumb außtheylet / wem er will / geſetzt vnd gegeben werden / Wie die Weiß⸗ heit Gottes ſolches bezeuget Proverb. 8. Durch mich regiren die Koͤnige / vnnd die Raths Herꝛen ſetzen das Recht. Durch mich regiren die Fuͤrſten / vnd alle Regen ten auff Erden. Alſo / wann dieſelbige durh den zeitli⸗ chen Tod wiedervmb abgefordert werden / vñ deß volcks Suͤnde vnnd vn dancks willen / geſchicht ſolches auch al⸗ leine von dem Hcren. Wie er droͤwet leſa.z. Daß er vmb deß Volcks Suͤnde willen / verſtaͤndige Rogenten / Kriegsleuthe / Richter / Propheten ꝛc. hinweg nemmen
Hat


