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heit der Menſchen / daß ſie ſo gar nicht achten auff die werck deß Herꝛen / auff ſeine wunderbare fuͤrſehung / vnd regierung der Welt / betrachten auch nicht auß Gottes Wort · Warvmb dieſes oder jenes alſo geſchehe.
Zwar / weil das gerichte vom hauſſe deß Herꝛen an⸗ fehet / das iſt frommer Gottſeliger Leuth / jaauch hoher vnnd Chriſtlicher Potentaten nicht verſchonet wird: Solten ſie billich jhnen die rechnung machen / Wie der „ Apoſtel Petrus lehret / Was wirdt es mit den Gottloſen *7 fuͤr ein end nemmen? Vnd wie jener ſagt: Quid faeiet humilis herba deſerti, Si ſtare non valet alta ce- drus Iibani? Was ſoll das kleine ſtaͤudlein thun / da auch die großen Baume außgeriſſen werden / vñnd vorm. windt nicht ſicher ſeynd. Dann der Hertraffet die gerech⸗ ten hinweg / ſpricht Jeſaias / Daß ſie das kuͤnfftige vn⸗ glůͤck/ damit er gedencket die Gotiloſe Welt zu plagen / nichtſchen. Aber ſie wollen nicht achten auff das iun r/4. deß Herꝛen / noch auffdie werck ſeiner haͤnde. Der Herꝛ/ der ein rechter richter iſt / der drowet zwar alle tage: Wer a. aber mercket es? Vnnd wer leſt jhm ſolche drawung zu herzen gehen Wer glaubet es / daß der Her ſoſchrʒůr· V v⸗. net/ vnd wer fůrchtet ſich fůr ſolchem ſeinem grimm⸗
Darvmb / Geliebte in dem Herꝛen / Sollen wir in dieſem trawrigen vnd hoch beſchwerlichen fall / den wir vor augen haben / nit alleine ſehen auff den Riſſ / den der Herꝛ im Lande gethan / ſondern auff den Zorn deß Her⸗ ren / vnd auff vnſere große Suͤnde / die ſolches vervrſa⸗ chet haben.
Dann allhie ſagt der Prophet Jeſaias / Daß / wann Goti vber ein ganßes Land ſeinen grimmigen Zorn wolle anbrennen laſſen / vnd das Gottloſe weſen vnd leben der Welt / mit groſſer ſtraffe heim ſuchen / So raffe er die ge⸗
rechten


