Chriſtliche Predigten / gehalten bey der Leich / Hern
gehen: daß Schilt vnd Helm / Stañ̃ vnd Nam / mik einan⸗ der begraben werden. Dauor der Allmaͤchtig alle lobliche hohe Haͤuſer vnd Geſchlechter gnaͤdiglich bewahren woͤlle.
uͤrs dritt. Haben wir auch ein zwifachen Troſt hie⸗ V bey zumercken. Dann / wie die Blumen Gottes Ge⸗
ſchoyff ſind / alſo bꝛicht Er dieſelbẽ ab / vñ laßt ſie ver⸗
welcken / wann er will. Er / als der weiſeſte Gaͤrtner
weiſt am beſten / wann die Blum ʒeittig / vnd wann ſie ab⸗
zubrechen / vnnd ſteht ſolchs gar nicht in des Teuffels / vnd
der Welt Hand vnd Gewalt: die blaſen vns offt zwarvn⸗ freundtlich an / aber es heißt: Vana eſt ſine viribus ira: Ihꝛ
pſal. 4s. zorn hatkeinen nachtruck· Jawann die Welt voll Teuffel wer / vnnd wolten vns verſchlingen / ſo fuͤrchten wir vns
pſaim.s. nicht ſo ſehr / es muß vns doch gelingen · Dann wir haben 66s einen Gott / der vom tod eretten kan: es ſeind alle Blaͤtlen yuch·o. an der Blumen / vnnd alle Harlin auff vnſerm Hauptge⸗ zehlet / vnnd ſoll derſelben keins auff die Erd fallen / ohn den
Pſaim to Willen Goties: Es ſeind alle vnſere Tag auff des HErin Buch geſchriben: er bewahret vns wie ſeinen Augapffel: Pſalm . vnſer zufiucht vnd zuuerſichtiſt vnder ſeinen Flugeln / ſein *i ¶ Warheit iſt ſchirm vnd ſchilt. Die Gnad des HErinweh⸗ ret von ewigkeit ʒu ewigkeis vber die / ſo jhn fůrchten/ vnd
ſein Gerechtigkeit auff Kinds Kind / bey denen/ die ſeinen
Bund halten / vnd gedencken an ſeine Gebott / daß ſie dar⸗
nach thun. Der ander Troſt. Gleich wie Graas vnd Blu⸗
men / in der frölichen vnd luſtigen Frülings vnd Som̃ers⸗
ʒeit ſich gleichſamwiderumb veriuͤngen / vnd / alſo ʒureden!
von todten aufferſtehen: alſo verdorꝛen vnd verwelcken wir
zwar wie die Blumen: wir ſollen aber doch nicht verder⸗
den / oder verlohren ſein / wie die verdampten / nicht 4
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