Pſalih. 18. 14₰6.
Luc.i6.
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Chriſtiche Predigten / gehalten bey der Leich / Hern
nicht werth. Dann die Sicherheit vund Vndanckbat⸗ keit bey vns leider ſo groß iſt / daß man ſchier gern auff dem / daruͤber man die Haͤnd gen Himmel auffheden ſollte / gar mit Füſſen gehen wolte. So will vns auch Gott der Hr durch ſolche Erempel lehren / daß man auß hohen Perſo⸗ nen nicht Abgötter machen / oder auff Menſchen mehr / dann vor Gott verantwoꝛtlich / ſich verlaſſen fol. Dauon der H. Griſt im ns. Pſaimen alſo ſagt: Es iſt gut auff den NErin vertrawen / vndſich nicht verlaſſen auff Menſchen. Vnd im146. Pſalmen: Verlaſſet euch nicht auff Fuͤrſten / eſ eind Menſchen / die können ja nicht helffen. Dann des
enſchen Geiſt muß daruon / vnnd er muß wider ʒur Er⸗ den werden: alsdann ſeind verlohꝛen alle ſeine Anſchlaͤge. Vnd dann andere / noch lebende hohe Perſonen / will Gott hiemit lehꝛen / ſie ſeien auch verweickliche Blumen / vñ al jhꝛ Mrꝛligkeit ſey wie das Graas. Demnach ſie jr Talent alſo gebrauchen / vnd anlegen ſollen / daß / wann es wuͤrdt heiſſen:
Thue Rechnung deiner Haußhaltung halben /
welches vnuerſehens geſchehen kan / wie es die Erempel ge⸗
ben ) ſie alsdann mit frolichem Hertzen / vnnd vnerſchrock⸗
nem Gewiſſen / vor GBTtes Rechenbanck erſcheinen
moͤgen.
Ingemein aben wir hierauß nachfolgende Puneten zumercken·
Rſtlich · Wir ſien nit Stahl oder Eiſen / (oſich SSwol auch daſſelb mit der zeit vernieſſen / vnd abeſſen
kand ſond wir ſind fleiſch/ja Hew vñ Gras. Vnſer Leben iſt kurt / vnd vergaͤnglich / vnnd heißt: Ich ge⸗
he auß oderein / ſſtehet der Tod / vnd wartet mein. Dem⸗
nach


